Wettbörsen-Regeln und -Bestimmungen

Index

Teil A – Einleitung

Teil B – Allgemeine Regeln

Teil C – Spezifische Sportregeln

Teil A – Einleitung

  1. Nutzung und Auslegung

    Die Betfair Wettbörsen-Regeln und -Bestimmungen („Wettbörsen-Regeln“) sind Teil der Teilnahmebedingungen von Betfair.

    Sie gelten für alle auf den Wettbörsenmärkten von Betfair abgeschlossenen Wetten. Die Wettbörsen-Regeln beziehen sich zudem auf das Kombiwetten-Produkt der Wettbörse (siehe Abschnitt „Kombiwetten“ unten), aber nicht auf die australischen Märkte Kombiwetten, Tote Extra und Tote & Exotics. Die Wettbörsen-Regeln gelten nicht für angebotene Märkte oder platzierte Wetten bei Betfair Sportsbook oder dem „Festquoten“-Produkt von Betfair. Die Wettbörsen-Regeln bestehen aus folgenden Teilen:

    • Dieser EINLEITUNG (Teil A);
    • den WETTREGELN (s. Teil B unten);
    • den SPEZIFISCHEN SPORTREGELN (s. Teil C unten – sie gelten für bestimmte Sport- und Finanzmärkte)
    • die MARKTINFORMATIONEN (zu finden auf allen Betfair Märkten auf der Registerkarte „Regeln“ oder über die Schaltflächen „Regeln“ bzw. „i“)

    Die Wettregeln gelten für alle Wetten, es sei denn, in den Marktinformationen oder den spezifischen Sportregeln ist etwas anderes angegeben. Sollte sich ein Widerspruch zwischen den Wettregeln und den spezifischen Sportregeln ergeben, gelten die spezifischen Sportregeln. Bei Widersprüchen zwischen den Marktinformationen, den spezifischen Sportregeln oder den Wettregeln, gilt die Wettmarkt-Info (Regeln für den Betfair Wettmarkt). Dies gilt nicht, wenn in den spezifischen Sportregeln oder den Wettregeln ein Hinweis darauf vermerkt ist, dass diese „unabhängig von dem, was die Wettmarkt-Info sagt“, gelten (oder sinngemäße Formulierung).

    Für jede Kategorie, die nicht gesondert in den Spezifischen Sportregeln aufgeführt wird (z. B. Sonderwetten oder Beachvolleyball), gelten die Wettregeln und die Marktinformationen.

    Bitte beachten Sie, dass jeweils separate Wettregeln für unsere Wettbörse und Sportsbook bestehen. Die Regeln, die festlegen, wie Märkte angeboten, verwaltet und/oder abgerechnet werden, sind bei den jeweiligen Produkten nicht für jeden Wettmarkt dieselben. Unter bestimmten Umständen kann eine Wette, die bei einem Produkt als gewonnen abgerechnet wurde, beim anderen Produkt als verloren abgerechnet werden (und umgekehrt). Zusätzlich gilt, dass unterschiedliche Abrechnungsregeln zutreffen, z. B. dass Wetten bei einem Produkt vielleicht als Gewinner, bei einem anderen Produkt aber als „Totes Rennen“ abgerechnet oder für ungültig erklärt werden. Kunden müssen sicherstellen, dass sie sich mit den Wettregeln vertraut machen, die für Wetten gelten, die sie auf Produkte von Betfair platzieren.

    Die Wettbörsen-Regeln gelten sowohl für Kunden, die auf der Wettbörse gegeneinander wetten als auch für Kunden, die direkt gegen Betfair auf der Wettbörse wetten. Für den letzteren Fall bezieht sich jeder Hinweis in den Wettbörsen-Regeln über „Wetten auf der Wettbörse“ auf von Kunden gegen Betfair auf der Wettbörse platzierte Wetten; jeder Bezug auf „angenommene Wetten“ bedeutet von Kunden platzierte Wetten, die von Betfair akzeptiert wurden, und alle Hinweise auf „nicht angenommene Wetten“ oder „nicht angenommene Angebote oder Wetten auf der Börse“ beziehen sich auf Wettgesuche von Kunden, die von Betfair nicht akzeptiert wurden. Ob Kunden gegeneinander oder gegen Betfair wetten, hängt davon ab, welche speziellen Bedingungen für die Wetttransaktionen gelten, was sich unter anderem nach dem Land richtet, in dem der Kunde registriert ist, bzw. danach, wo er seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.

    Regeln für australische Kombiwetten, das australische „Tote Extra“-Produkt und das australische „Tote & Exotics“-Produkt können Sie über diesen Link einsehen.

  2. Marktinformationen

    Die Marktinformationen liefern auf einen Blick Hinweise zu den geltenden Regeln des jeweiligen Marktes und der Art, wie dieser von Betfair verwaltet wird. Die Marktinformationen können Informationen über die Abrechnung eines Marktes beinhalten. Sie sind jedoch immer im Zusammenhang mit den allgemeinen Wettregeln und den spezifischen Sportregeln zu lesen, und es findet sich üblicherweise ein Link zu den Wettregeln in der Marktinformation.

    Unabhängig von den Informationen zur Abrechnung von Wettmärkten, die durch die Wettmarkt-Info gegeben werden, behält sich Betfair das Recht vor, jeden Wettmarkt jederzeit nach eigenem Ermessen auszusetzen, sei es zu administrativen Zwecken oder zum Schutz der Betfair Kunden.

    Nachdem ein Wettmarkt geladen wurde, wird Betfair die Wettregeln ausschließlich zur Behebung von offensichtlichen Fehlern und/oder zur Ergänzung klärender Erläuterungen ändern.

  3. Verantwortlichkeit des Kunden

    Betfair Kunden haben sich mit allen geltenden Wettbörsen-Regeln für alle Märkte, in denen sie wetten möchten, vertraut zu machen. Dabei sollten sie sich nicht allein auf die Marktinformationen als allein gültiges Regelwerk zum jeweiligen Markt verlassen, da diese wahrscheinlich nicht alle für diesen Wettmarkt geltenden Regeln enthalten.

    Wettmärkte im Bereich „Spezialwetten“ sind naturgemäß unvorhersehbar und sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Die Beobachtung und Verantwortung für ihre Marktpositionen obliegt in diesen Märkten jederzeit und ausschließlich den Kunden. Kunden sollten den Marktinformationen im Bereich der „Spezialwetten“ ganz besondere Aufmerksamkeit schenken, um sicherzustellen, dass sie verstanden haben, nach welchen Gesichtspunkten der Markt verwaltet und abgerechnet wird.

  4. Wettdispute der Kunden und IBAS

    Jegliche Dispute der Kunden im Zusammenhang mit Wetten oder Marktabrechnungen werden in Übereinstimmung mit der Betfair Richtlinie zur Beilegung von Streitigkeiten beigelegt, siehe hier. Im Anschluss an eine Entscheidung des IBAS (oder einer vergleichbaren Körperschaft) behält sich Betfair das Recht vor, nach eigenem Ermessen eine der folgenden Maßnahmen zu ergreifen: (a) Umkehrung der Abrechnung aller auf dem betroffenen Markt abgeschlossenen Wetten, einschließlich der einhergehenden Anpassung der Kundenkonten, wo dies nötig ist; oder (b) die Auszahlung der „Netto-Position“ („net position“) an jeden Kunden, der eine Wette auf einem betroffenen Markt abgeschlossen hat, wenn dieser durch eine Abrechnung nach IBAS-Urteil in einer vorteilhafteren Position gewesen wäre (z. B. wenn der Kunde mehr Geld gewonnen hätte, wäre der Markt so abgerechnet worden, so erhält er die Differenz zwischen seinem ursprünglichen Gewinn und dem angepassten Gewinn laut IBAS-Urteil ausbezahlt).

  5. Spezielle Bedingungen in Bezug auf das Wetten auf der Wettbörse

  6. Best Price Execution

    Mit der Funktion „Best Price Execution“ erhalten Kunden auf der Wettbörse die besten verfügbaren Quoten.

    Wenn nach Platzieren Deiner Wette bessere Quoten verfügbar werden und die Funktion „Best Price Execution“ aktiviert ist, wird Deine Wette automatisch zu den besseren Quoten angenommen.

    Ist die Funktion „Best Price Execution“ jedoch nicht aktiviert, wird Deine Wette nicht angenommen, wenn nach dem Platzieren bessere Quoten verfügbar werden. Stattdessen wird Deine Wette ungültig und Du musst sie erneut platzieren, um von den besseren Quoten zu profitieren.

    Die Funktion „Best Price Execution“ wird standardmäßig bei jedem Kunden aktiviert und gehört zu den empfohlenen Einstellungen von Betfair. Durch Nutzung der Wettbörse stimmst Du zu, dass die Funktion „Best Price Execution“ standardmäßig aktiviert wird. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Vereinigten Königreich hast und die Funktion „Best Price Execution“ deaktivieren möchtest, gibt es eine Option, mit der Du sie jederzeit ausschalten kannst.

    Mehr zur Funktion „Best Price Execution“ und wie Du sie deaktivieren kannst erfährst Du unter hier.

  7. MatchMe

    Mit der Funktion „MatchMe“ werden Deine Wetten leichter auf der Wettbörse angenommen.

    Wenn MatchMe aktiviert ist, werden deine Wetten in einem zuvor festgelegten Bereich von Quoten angenommen, wenn sich die Quoten verschlechtern, wodurch du eine erfolgreichere Annahmerate auf der Wettbörse erreichst.

    Die Funktion „MatchMe“ ist standardmäßig für alle Kunden deaktiviert. Du kannst die Funktion jedoch für einzelne Wetten auf dem Wettschein ein- und ausschalten, oder unter „Einstellungen“ in den Quotenoptionen.

    Wenn MatchMe bei Deiner Wette nicht helfen kann, wird diese zur ursprünglich gewünschten Quote als offene Wette platziert.

    Mehr zur Funktion „MatchMe“ und wie Du sie aktivieren kannst erfährst Du unter hier.

  8. Marktübergreifende Wettannahme

    Auf vielen Märkten von Betfair werden Back-Wetten bei der gleichen Auswahl ausschließlich Lay-Wetten gegenübergestellt. Hinzu kommt, dass diese Märkte von einem Prozess namens „auswahlübergreifender Wettannahme“ (Cross-Selection Matching) und „marktübergreifender Wettannahme“ (Cross-Market Matching) profitieren, wenn es um die Annahme von Wetten geht (wird unter dem Sammelbegriff „marktübergreifende Wettannahme“, engl. „Cross-Matching“ zusammengefasst):

    • Auswahlübergreifende Wettannahme: Durch die Nutzung der auswahlübergreifenden Wettannahme ist es unter Umständen möglich, eine Anfrage für eine Wette zu einer besseren Quote anzunehmen, als dies der Fall wäre, wenn bei der gleichen Auswahl nur die Back-Wetten und Lay-Wetten berücksichtigt würden. Ermöglicht wird dies, indem auch die offene Liquidität in den verbleibenden Auswahlen eines Marktes berücksichtigt wird.
    • Marktübergreifende Wettannahme: Einige Auswahlen auf einem bestimmten Markt entsprechen einer oder mehreren Wettkombinationen, die auf anderen Märkten zur gleichen Veranstaltung angenommen werden (z. B. Märkte für Wettquoten, asiatisches Handicap, Über/Unter und exakte Torgesamtzahl). Durch die Nutzung der marktübergreifenden Wettannahme ist es unter Umständen möglich, eine Anfrage für eine Wette zu einer besseren Quote anzunehmen, als dies der Fall wäre, wenn bei der gleichen Auswahl nur die Back-Wetten und Lay-Wetten berücksichtigt würden. Ermöglicht wird dies, indem auch die offene Liquidität in den auf anderen Märkten zur gleichen Veranstaltung vorhandenen Auswahlen berücksichtigt wird.

    Mit Ausnahme der zum „Betfair Starting Price“ platzierten Wetten können Wetten an der Wettbörse nur zu Quoten angenommen werden, die einem gültigen Quotenschnitt auf der Quoteneinteilung von Betfair entsprechen. Dies ist sowohl bei der einfachen Gegenüberstellung einer Back-Wette und einer Lay-Wette der Fall, als auch bei Wetten, die im Rahmen der marktübergreifenden Wettannahme angenommen werden. Wenn die Wette im Rahmen der marktübergreifenden Wettannahme angenommen wurde, wird der Prozess die Wette des Kunden zu der bestmöglichen Quote annehmen, die einem gültigen Quotenschnitt auf der Quoteneinteilung von Betfair entspricht.

    Unter bestimmten Umständen generiert Betfair bei marktübergreifend angenommenen Wetten eine geringe Menge an zusätzlichem Umsatz. Das liegt daran, dass beim marktübergreifenden Prozess nur Quoten angenommen werden können, die einem gültigen Quotenschnitt auf der Quoteneinteilung von Betfair entsprechen.

    Wetten können nur im Rahmen des marktübergreifenden Prozesses angenommen werden, wenn dies beim Vergleich der jeweiligen Wette mit einer Gegenwette in der gleichen Auswahl zu einer besseren Quote für den Kunden führen würde.

    Wenn mehr als eine offene Wette mit der gleichen Quote für die Annahme der eingehenden Wettanfrage eines Kunden verwendet werden könnte, werden die Wetten immer in der Reihenfolge angenommen, in der sie eingegangen sind (frei nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“) – und zwar ungeachtet davon, ob eine Wette im Rahmen der marktübergreifenden Wettannahme angenommen wurde oder nicht.

Teil B – Wettregeln

  1. Verwaltung von In-Play-Märkten

    1. 1.1Allgemeines

      • Sollte Betfair einen Wettmarkt, außer bei Pferde- und Hunderennen, der nicht in den In-Play-Status übergeht, nicht rechtzeitig aussetzen, so:
        • werden, im Fall dass die Veranstaltung eine angegebene Startzeit hat, alle Wetten, die nach dieser Startzeit angenommen wurden, für nichtig erklärt; und
        • falls keine angegebene Startzeit vorliegt, wird Betfair sein Möglichstes tun, um die offizielle Startzeit festzustellen. Es werden alle Wetten, die nach der so ermittelten Startzeit angenommen wurden, für nichtig erklärt.
      • Bei Wettmärkten für Pferde- und Hunderennen, die nicht in den In-Play-Status übergehen, werden, sofern der Wettmarkt nicht rechtzeitig ausgesetzt wird, alle Wetten, die nach der offiziellen Startzeit angenommen wurden, für nichtig erklärt.
      • In den Marktregeln kann festgelegt werden, dass der relevante Markt nicht von Betfair „aktiv verwaltet“ wird. Falls dies zutrifft, bemüht sich Betfair, Märkte im Live-Status zu Beginn und zum Ende der Veranstaltung auszusetzen. Betfair kann jedoch keine Garantie geben, dass solche Märkte zum entsprechenden Zeitpunkt ausgesetzt werden.
      • Betfair wird keine Auswahlen oder Ergebnisse in einem Wettbörsen-Markt aussetzen oder teilweise aussetzen, der in den In-Play-Status übergegangen ist. (Bei Sportsbook oder auf Festquoten-Märkten kann dies jedoch der Fall sein.)
      • Betfair Kunden sind jederzeit für die Verwaltung ihrer eigenen In-Play-Wetten verantwortlich.
      • Kunden von In-Play-Wetten sollten beachten, dass die von manchen TV-Sendern als „live“ bezeichneten Übertragungen zeitversetzt gesendet werden können und es darüber hinaus zu Übertragungsverzögerungen kommen kann. Diese zeitlichen Verzögerungen sind abhängig von der Beschaffenheit der technischen Geräte, mit denen Bilder oder Daten empfangen werden.
      • Die Verfügbarkeit eines In-Play-Marktes in unserem Wettbörsen-Produkt für eine bestimmte Veranstaltung setzt nicht notwendigerweise die Verfügbarkeit eines entsprechenden In-Play-Marktes für die gleiche Veranstaltung in unserem Sportsbook oder Festquoten-Produkt voraus.
    2. 1.2Alle Wettmärkte außer Pferde- und Hunderennen-Wettmärkte, die nicht mit Beginn der Veranstaltung ausgesetzt werden

      • Betfair bemüht sich, Wettmärkte, für die ein In-Play-Status geplant ist, zu Beginn der Veranstaltung in den In-Play-Status zu schalten. Der Beginn der Veranstaltung sollte der Marktinformation zu entnehmen sein. Unabhängig von der dort angegebenen Zeit gibt Betfair jedoch keine Garantie, einen Wettmarkt zu Beginn einer Veranstaltung auszusetzen und in den In-Play-Status zu schalten.
      • Wenn für einen Wettmarkt der Übergang in den Live-Status geplant ist, Betfair jedoch zum Startzeitpunkt der Veranstaltung entweder (i) absichtlich versäumt, diesen in den Live-Status zu setzen oder (ii) den Wettmarkt nicht aussetzt und offene Wetten storniert, werden alle Wetten, die nach dem Startzeitpunkt angenommen wurden (und bevor der Wettmarkt absichtlich in den geplanten Live-Status übergeht), ungültig. Betfair wird sein Möglichstes tun, die offizielle Startzeit festzustellen (oder wird sonst auf den geplanten Startzeitpunkt vertrauen). Es werden alle Wetten, die nach der ermittelten Startzeit angenommen wurden, für nichtig erklärt. Wenn die Veranstaltung noch läuft, wird Betfair sein Möglichstes tun, den Wettmarkt für Livewetten wieder zu öffnen.
    3. 1.3Fußball-Wettmärkte, die nicht bei einem wichtigen Ereignis ausgesetzt werden, sowie Bestimmungen zum Videoassistenten

        Keine Aussetzung bei wichtigen Ereignissen und Annullierungen von wichtigen Ereignissen aufgrund des Videoassistenten

      • Sofern Betfair einen Markt nicht bei Eintritt eines wichtigen Ereignisses aussetzt, behält sich Betfair das Recht vor, Wetten, die nach Eintritt des Ereignisses abgeschlossen wurden, für nichtig zu erklären. Diese Wetten können sowohl während des Ereignisses als auch im Nachhinein, nach Abschluss eines Spiels, für nichtig erklärt werden.
      • Wenn ein signifikantes Ereignis aufgrund einer Entscheidung mithilfe des Videoassistenten (VAR) annulliert wird, erklärt Betfair Wetten auf solche signifikanten Ereignisse folgendermaßen für ungültig:
          Definition von "Tore"
        • Wenn in einem Spiel ein Tor erzielt wird und dieses anschließend infolge des Einsatzes von VAR-Technologie aberkannt wird, werden alle Wetten, die zwischen dem Zeitpunkt des erzielten Tores und dem Zeitpunkt der Aberkennung des Tores durch den Videoassistenten platziert wurden, ungültig.
        • Wenn ein erzieltes Tor nach der Prüfung durch den Videoassistenten bestätigt wird, bleiben die Wetten gültig.
        • Zur Klarstellung: Betfair erachtet jedes Tor als durch einen Videoassistenten geprüft.
        • Definition von "Rote Karten und Elfmeter"
        • Wird eine Rote Karte aufgrund des Videoassistenten annulliert, werden Wetten, die nach dem möglichen Einsatz des Videoassistenten angenommen wurden, ungültig.
        • Wir können solche Wetten während des Spiels oder im Nachhinein nach Ende des Spiels für ungültig erklären.
        • Wenn aufgrund der Entscheidung des Videoassistenten auf Rote Karte oder Elfmeter entschieden wird, gilt als Zeitpunkt dieses signifikanten Ereignisses der Moment, in dem uns der mögliche Einsatz des Videoassistenten durch unseren Datenanbieter angezeigt wurde. In solchen Fällen bleiben Wetten, die vor dem möglichen Einsatz des Videoassistenten abgeschlossen wurden, gültig.
        Definition von "Signifikantes Ereignis in einem Spiel mit Videoassistent"
      • Im Rahmen der Wettbörsenregeln gelten erzielte Tore, gegebene Elfmeter und Platzverweise als "signifikante Ereignisse".
      • Definition von "möglicher Einsatz des Videoassistenten"
      • Im Rahmen der Wettbörsenregeln liegt ein "möglicher Einsatz des Videoassistenten" in dem Moment vor, in dem bei einer Aktion auf dem Platz laut Angaben unseres Datenanbieters die Chance besteht, dass sie durch den Videoassistenten geprüft wird.
      • 1.4Pferde- und Hunderennen-Wettmärkte, die nicht mit Beginn der Veranstaltung ausgesetzt werden

        • Betfair bemüht sich, Wettmärkte, für die ein Live-Status geplant ist, zu Beginn der Veranstaltung in den Live-Status zu schalten. Der Beginn für diese Märkte sollte den Marktinformationen zu entnehmen sein. Unabhängig von dem, was in den Marktinformationen gesagt wird, gibt Betfair jedoch keine Garantie, einen Markt zu Beginn einer Veranstaltung auszusetzen und in den Live-Status zu schalten.
        • Wenn ein Markt in den Live-Status übergehen soll, Betfair aber zum offiziellen Beginn der Veranstaltung entweder (i) versäumt, diesen in den Live-Status zu setzen oder (ii) ihn zu diesem Zeitpunkt nicht aussetzt und offene Wetten storniert, werden alle Wetten, die nach dem offiziellen Beginn der Veranstaltung angenommen wurden, ungültig.
        • Wenn ein Markt in den Live-Status übergehen soll, Betfair diesen aber zur Veranstaltung nicht aussetzt (sodass offene Wetten nicht gelöscht werden), ihn jedoch absichtlich später während der Veranstaltung in den Live-Status schaltet, gelten alle nach dem offiziellen Beginn der Veranstaltung angenommenen Wetten. Eine Ausnahme sind Pferderennen in Australien. Dort werden alle Wetten, die nach dem Startzeitpunkt, aber vor dem Zeitpunkt, zu dem der Markt in den Live-Status übergeht, ungültig.
  2. Ergebnisse und Abrechnung von Wettmärkten

    1. 2.1Allgemeines

      • Märkte werden entsprechend der Marktinformation und/oder der spezifischen Sportregeln abgerechnet.
      • Wo Marktinformationen oder spezifische Sportregeln nicht regeln, wie und auf welcher Basis ein Wettmarkt abgerechnet wird, werden die Wettmärkte entsprechend der Ergebnisse der zuständigen Stellen abgerechnet. Spätere Disqualifikationen oder Veränderungen des Ergebnisses bleiben unbeachtet (außer wenn ein Ergebnis innerhalb von 24 Stunden nach der eigentlichen Abrechnung des betroffenen Wettmarktes zur Berichtigung eines Meldefehlers verändert wird).
      • Sollten die zuständigen Stellen kein Ergebnis anbieten, wird dieses von Betfair (in vernünftigem Rahmen) unter Berufung auf unabhängige Stellen festgelegt. Sollte in diesem Falle ein offizielles Ergebnis innerhalb von 48 Stunden öffentlich vermeldet werden, wird von Betfair (in vernünftigem Rahmen) entschieden, ob: (1) der Wettmarkt in Anbetracht der neuen Information wieder aufgenommen und neu abgerechnet werden sollte, (2) auf weitere Information gewartet wird oder nicht, bevor der Wettmarkt wieder aufgenommen und neu abgerechnet wird. Außer wenn angekündigt wurde, dass Betfair auf weitere Informationen warten wird, werden Informationen, die mehr als 48 Stunden nach der eigentlichen Abrechnung des betroffenen Wettmarktes öffentlich vermeldet werden, nicht berücksichtigt, selbst wenn diese zu einem anderen Ergebnis als ursprünglich für die Abrechnung angenommen führen würden.
      • Sollte über ein Ergebnis Uneinigkeit bestehen, behält sich Betfair das Recht vor, die Abrechnung eines Marktes so lange zu verschieben, bis Informationen hinsichtlich des Ergebnisses vorliegen, die Betfair in ihrer Klarheit für akzeptabel erachtet. Außerdem behält sich Betfair das Recht vor, alle Wetten auf jedem betroffenen Wettmarkt für nichtig zu erklären, wenn Betfair die Klarheit der vorhandenen Informationen hinsichtlich des Ergebnisses für nicht akzeptabel erachtet.
    2. 2.2Neuabrechnung

      • Wettmärkte werden normalerweise kurz nach dem Ende der betroffenen Veranstaltung abgerechnet. Betfair kann Wettmärkte allerdings als besonderen Kundenservice und soweit möglich abrechnen (ganz oder auch in Teilen), bevor das offizielle Ergebnis vollständig vorliegt (oder das dem Kunden „für Wetten verfügbare“ Guthaben um den potentiellen Mindestgewinn dieses Kunden auf dem betreffenden Wettmarkt erhöhen). In jedem Fall behält sich Betfair jedoch das Recht vor, Abrechnungen zu berichtigen, wenn (1) z. B. das offizielle Ergebnis anders ist als das, auf welchem die Abrechnung durch Betfair ursprünglich beruhte (z. B. wenn das Ergebnis eines Pferderennens durch die offiziell zuständigen Stellen kurz nach dem Rennen, aber bevor das Ergebnis offiziell ist, verändert wird) oder wenn (2) der gesamte Wettmarkt letztendlich für nichtig erklärt wird (z. B. wenn eine Veranstaltung abgebrochen wird).
      • Betfair behält sich das Recht vor, die Abrechnung eines Wettmarktes zurückzunehmen, wenn ein Wettmarkt falsch abgerechnet wurde (z. B. durch menschliches oder technisches Versagen).
      • Wenn Betfair sich dafür entscheidet, einen Wettmarkt neu abzurechnen, kann dies zu Anpassungen im Guthaben der betroffenen Kunden führen, die diese Neuabrechnung widerspiegeln.
    3. 2.3Nicht angetretene Teilnehmer, Absagen, Disqualifikationen

      • Manche Wettmarktregeln beinhalten den Zusatz „Ihre Wette gilt unabhängig davon, ob Ihre Auswahl zu der Veranstaltung antritt oder nicht“ oder etwas Sinngemäßes. Dieser Zusatz gilt vorbehaltlich des Rechtes von Betfair, Wetten entsprechend der Wettregeln oder im Fall von Ausnahmen gemäß den Wettbörsen-Regeln für nichtig zu erklären.
      • Wenn eine derartige Klausel nicht in den Marktinformationen angegeben ist, sollten Kunden die spezifischen Sportregeln zurate ziehen.
      • Wenn ein Team oder Teilnehmer nach Beginn der Veranstaltung disqualifiziert werden, die Teilnahme zurückziehen oder aufgeben, werden diese als Verlierer gewertet, vorausgesetzt, mindestens ein Teilnehmer oder Team beenden den Wettbewerb. Sollte kein Team oder Teilnehmer eine bereits begonnene Veranstaltung beenden, werden alle auf diesen Wettmarkt abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt, solange sie nicht unabhängig von dieser Tatsache abgerechnet worden sind.
    4. 2.4„Sieger mit [genannte Auswahl]“-Wettmärkte

      • Betfair bietet mitunter Wettmärkte an, die von der Teilnahme einer bestimmten Auswahl abhängen. Wenn ein im Titel des Wettmarktes „Sieger mit [ ]“ genannter Teilnehmer nicht zu der betroffenen Veranstaltung antritt, werden alle auf diesen Wettmarkt abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt. Alle bereits auf einen „Sieger mit Federer“-Wettmarkt abgeschlossenen Wetten werden demnach für nichtig erklärt, falls Federer nicht zu der betroffenen Veranstaltung antritt. Sollte irgendein anderer Teilnehmer nicht antreten, würden alle abgeschlossenen Wetten ihre Gültigkeit behalten.
      • Ein Team oder Teilnehmer haben für den Zweck dieser Wette an einer Veranstaltung teilgenommen, sobald für sie ein offizielles Ergebnis oder ein Rang vorliegen (dies schließt eine Disqualifikation ein, nicht jedoch ein Ergebnis wie „nicht gestartet“ oder Entsprechendes).
  3. Abbruch, Absage, Verschiebungen

    • Einige Märkte haben abweichende Regeln. Diese sind in den spezifischen Sportregeln und/oder in den Marktinformationen aufgeführt. Wenn im Hinblick auf einen Abbruch, eine Absage oder eine Verschiebung einer Veranstaltung in den Marktinformationen oder den spezifischen Sportregeln keine Regelungen erläutert werden, gilt das Folgende:
    • In Bezug auf ein Spiel, Ansetzungen, Partien, Einzelveranstaltungen, Rennen und Ähnliches: Sollte die Veranstaltung nicht innerhalb von drei Tagen nach dem ursprünglich anvisierten Ende nachgeholt sein, werden alle auf den betroffenen Märkten abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt, außer denjenigen, die unabhängig davon abgerechnet wurden.
    • In Bezug auf Turniere, Wettbewerbe und Ähnliches: Sollte die Veranstaltung nicht innerhalb von drei Tagen nach dem ursprünglich anvisierten Ende nachgeholt sein, werden alle Märkte betreffend die Veranstaltung entsprechend der von den offiziellen Stellen bekannt gegebenen Regelung abgerechnet, sofern solch eine Entscheidung innerhalb von 90 Tagen vom ursprünglich geplanten Ende der Veranstaltung an bekannt gegeben wird.
    • Die Entscheidung darüber, ob es sich bei einer Veranstaltung um ein Spiel oder Ähnliches bzw. ein Turnier oder Ähnliches handelt, unterliegt Betfair (in vernünftigem Rahmen). Als Beispiele gelten jedoch die folgenden: (1) Europa League-Siegermarkt = Turnier; (2) Champions League-Siegermarkt = Turnier; (3) Premiership-Torschützenkönig = Turnier; (4) 72-Loch-Golf-Vergleichswette = Spiel; (5) Ryder Cup-Sieger = Turnier; (6) Golfturnier-Siegermarkt = Turnier; (7) Tennisturnier-Siegermarkt = Turnier; (8) 5-Tage-Kricket-Test Match = Spiel; (9) Ashes-Siegermarkt = Turnier; Motorsportrennen (z. B. F1 Grand Prix) = Spiel.
  4. Verlegung des Austragungsortes

    Einige Märkte haben abweichende Regeln. Diese sind in den spezifischen Sportregeln und/oder in den Marktinformationen aufgeführt. Sollte eine Änderung des Austragungsortes nicht in den spezifischen Sportregeln und/oder den Marktinformationen geregelt sein, dann gilt Folgendes:

    • Für alle Teamsportarten gilt: Wetten auf Teamsportarten werden bei einer Verlegung des Austragungsortes, nachdem der Markt von Betfair geladen wurde, nur dann ungültig, wenn es sich beim neuen Austragungsort um ein Heimstadion des ursprünglichen Auswärtsteams handelt.
    • Nachdem der Wettmarkt geladen wurde, behalten alle Wetten auf Nicht-Teamsportarten bei einer Verlegung des Austragungsortes ihre Gültigkeit.
    • Sollte der Belag, auf dem eine bestimmte Veranstaltung stattfindet, nach Laden des Wettmarktes geändert werden (z. B. wenn ein Kricketspiel von Rasen zu Astro-Belag wechselt), so behalten alle abgegebenen Wetten ihre Gültigkeit.
  5. Zeitspannen

    • Einige Märkte haben abweichende Regeln. Diese sind in den spezifischen Sportregeln und/oder in den Marktinformationen aufgeführt. Sollte weder in den spezifischen Sportregeln oder der Marktinformation etwas Entsprechendes vermerkt sein, gilt Folgendes:
    • Wenn nicht anders angegeben, gelten alle Wetten auf Fußballmärkten für 90 Minuten Spiel entsprechend der Aussage der Spieloffiziellen plus Nachspielzeiten wegen Verletzungen oder Unterbrechungen. Verlängerungen und/oder Elfmeterschießen werden nicht berücksichtigt. Die einzigen Ausnahmen: Spiele, für die nach den Regeln des Wettkampfs, in dem die Mannschaften gegeneinander antreten, eine andere Dauer als die standardmäßigen 90 Minuten geplant ist (z. B. 60, 70, 80 oder 120 Minuten), oder wenn dies zwischen beiden Seiten vor Anstoß vereinbart wurde. In diesen Fällen werden alle Wetten am Ende der vereinbarten Spieldauer abgerechnet (wenn das Spiel im traditionellen Format mit zwei Halbzeiten gespielt wird), wobei Nachspielzeiten enthalten sind, die vom Schiedsrichter für Unterbrechungen angeordnet werden (unabhängig davon, ob die Spieldauer von Betfair bekannt gegeben wird oder nicht). Wenn das Spiel in einem ungewöhnlichen Format (z. B. mit 3 oder 4 Spielzeiten) gespielt wird, werden alle Halbzeit-Märkte ungültig. Alle anderen Märkte werden jedoch auf der Grundlage des Spielstands am Ende des Spiels abgerechnet (einschließlich aller vom Schiedsrichter für Unterbrechungen angeordneten Nachspielzeiten).
    • Manche Märkte haben Zeitspannen bis zum Eintreten eines Ereignisses innerhalb der Veranstaltung zum Gegenstand (z. B. Zeitpunkt des ersten Tores). Wenn ein Ereignis in der Nachspielzeit eintritt, wird angenommen, dass dieses am Ende der regulären Spielzeit eingetreten ist. Beispiel: Wird ein Tor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit geschossen, wird es als Treffer in der 45. Minute gewertet.
    • Alle Wetten beziehen sich grundsätzlich auf die „reguläre Spielzeit“ inklusive Nachspielzeit. Eine Verlängerung und/oder Elfmeterschießen werden nicht berücksichtigt.
    • Bei Referenzen innerhalb dieser Regeln und Bestimmungen auf eine bestimmte Anzahl von „Tagen“ ist das Ende des Tages gemäß Ortszeit nach Ablauf der angegebenen Anzahl der Tage gemeint. Sollte also z. B. ein Rugby-Spiel ursprünglich für den 1. Dezember angesetzt sein, so bedeutet das, dass es entsprechend der Drei-Tage-Regel (siehe Paragraph 3) eine Deadline bis 23:59:59 Uhr am 4. Dezember für das Ende des Spiels hat.
  6. Vergleichswetten

    • Einige Märkte haben abweichende Regeln. Diese sind in den spezifischen Sportregeln und/oder in den Marktinformationen aufgeführt. So sind z. B. die Regeln für Vergleichswetten in Golfmärkten in den spezifischen Sportregeln und/oder den Marktinformationen aufgeführt. Sollte weder in den spezifischen Sportregeln oder der Marktinformation etwas Entsprechendes vermerkt sein, gilt Folgendes:
    • „Vergleichswetten“ bei einmaligen Veranstaltungen werden durch den Wettkampfteilnehmer oder die Mannschaft entschieden, die bei der Veranstaltung das beste Ergebnis, die beste Zeit oder die beste Abschlussposition erreichen. Wenn keine der Teilnehmer oder Teams im Wettkampf ein Ergebnis, eine Zeit oder eine Schlussposition erreichen, sind die Wetten ungültig, es sei denn, es wird in den spezifischen Sportregeln und/oder den Marktinformationen etwas anderes festgelegt. Teilnehmer oder Teams, die eine Veranstaltung nicht beenden oder ein Ergebnis, eine Zeit oder eine Schlussposition erreichen, werden als Verlierer abgerechnet, vorausgesetzt, dass mindestens ein weiteres Team oder Teilnehmer die Veranstaltung beenden oder ein Ergebnis, eine Zeit oder eine Schlussposition erreichen.
    • „Vergleichswetten“ zum Weiterkommen in einem Wettbewerb oder Ereignis mit mehreren Runden werden von dem Teilnehmer oder Team entschieden, der/das die meisten Runden absolviert (unabhängig davon, ob die nachfolgende Runde angetreten wird) oder das beste Ergebnis, die beste Zeit oder die beste Schlussposition in der letzten Runde des Wettkampfes oder Ereignisses erreicht hat. Wenn der betroffene Teilnehmer oder das betroffene Team es nicht schaffen, sich in der gleichen Runde, sich aber in verschiedenen Durchgängen zu qualifizieren, gelten die Regeln für „Totes Rennen“ ungeachtet der Platzierung im jeweiligen Durchgang. Märkte werden am Ende jeder Runde teilweise abgerechnet. Danach vorgenommene Disqualifikationen, Strafen oder Korrekturen haben keinerlei Einfluss auf den Markt. Sollten mehr als ein Teilnehmer oder mehr als eine Mannschaft disqualifiziert werden, wird für die Abrechnung angenommen, dass der Teilnehmer oder das Team im Wettkampf weiter gekommen sind als alle zuvor Ausgeschiedenen. Gleichzeitig wird aber eine Platzierung hinter allen sich noch im Wettkampf befindlichen Teilnehmer und Teams angenommen (oder, wenn es mehr als eine Disqualifizierung gibt, eine geteilter letzter Platz). Als Zeitpunkt der Disqualifikation wird der Zeitpunkt gerechnet, an dem der Teilnehmer oder das Team von den offiziellen Stellen aus dem Wettbewerb entfernt wurden, nicht aber der Zeitpunkt, an dem das zur Disqualifikation führende Ereignis stattgefunden hat.
    • Wenn einer der angegebenen Teilnehmer oder Mannschaften zu keinem Zeitpunkt des Wettkampfes zum Einsatz kommt oder teilnimmt, werden alle relevanten Wetten gelöscht.
    • Wenn eine Veranstaltung oder ein Turnier abgebrochen oder die Dauer verkürzt wird, und dies zur Folge hat, dass kein Teilnehmer oder kein Team die Vergleichswette aus einem anderen Grund als Disqualifikation oder Aufgabe erfüllen können, dann sind alle Wetten ungültig. Ausnahme sind die Wetten in Märkten, die bereits vor Beendigung des Wettkampfes abgerechnet wurden.
  7. Qualifizierungsmärkte

    • Einige Märkte haben abweichende Regeln. Diese sind in den spezifischen Sportregeln und/oder in den Marktinformationen aufgeführt. Sollte weder in den spezifischen Sportregeln oder der Marktinformation etwas Entsprechendes vermerkt sein, gilt Folgendes:
    • Alle Qualifizierungsmärkte (z. B. die „Wer kommt ins Finale?“-Märkte) werden von dem Teilnehmer oder dem Team entschieden, das sich nach den Regeln in den Marktinformationen qualifiziert, unabhängig davon, ob sie an der nächsten Runde oder an der Veranstaltung, für die sich qualifiziert haben, tatsächlich teilnehmen. Märkte werden nach der Qualifikationsphase abgerechnet. Spätere Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen werden nicht berücksichtigt.
  8. Totes Rennen

    • Wenn nicht anders in den spezifischen Sportregeln und/oder den Marktinformationen angegeben, gelten die Regeln für „Totes Rennen“ für Wetten in einem Markt, in dem es mehr Gewinner als erwartet gibt (wie in den Marktinformationen aufgeführt).
    • Für jede Wette, die auf eine betroffene Gewinnauswahl platziert und angenommene wurde, wird der Einsatz zuerst proportional zur Anzahl der erwarteten Gewinner verringert und dann durch die Anzahl der tatsächlichen Gewinner dividiert. Die Gewinne werden dann an die erfolgreichen Haltenden (Backer) dieses „reduzierten Einsatzes“ ausgezahlt (reduzierter Einsatz mal Quote). Der übrige Einsatz wird an die entsprechenden Anbieter (Layer) ausgezahlt.
    • Nehmen Sie beispielsweise an, es gibt ein totes Rennen zwischen drei Pferden für den ersten Platz. Wettspieler A hat auf einen der Gewinner 300 bei einer Dezimalquote von 4,0 gesetzt (Back-Wette). Wettspieler B hat diese Wette angenommen. Beim Begleichen des Marktes wird der Einsatz (300) durch die Anzahl der Gewinner (3) dividiert, um den reduzierten Einsatz (100) und den an den Anbieter (Layer) auszuzahlenden Rest (200) zu berechnen. Der Haltende erhält dann das Produkt aus angenommener Quote (4,0) und reduziertem Einsatz (4 x 100 = 400). In diesem Beispiel beträgt der Nettogewinn von Wettspieler A 100 (400 Gewinn minus ursprünglicher Einsatz 300), und der Nettoverlust von Wettspieler B beträgt ebenfalls 100. Dies kann andererseits auch als volle Summe für die Quote geteilt durch die Anzahl der ins tote Rennen verwickelten Wettkampfteilnehmer angesehen werden. Im oben genannten Beispiel wären dies 300 bei einer Quote von 4,0 (1.200) geteilt durch 3: eine Auszahlung von 400 und ein Nettogewinn von 100.
    • Ein weiteres Beispiel: Es wird angenommen, dass ein Golfturnier einen Gewinner hat. Es gibt aber insgesamt 7 Spieler, die gleichauf auf Platz 2 liegen. Im Markt „Top 5 Finish“ gibt es daher, nachdem der Gewinner abgerechnet wurde, immer noch vier zu vergebende Gewinnerplätze. Wettspieler A hat eine Back-Wette auf einen der Gewinner abgeschlossen. Er hat 300 bei einer Quote von 4,0 gesetzt. Wettspieler B hält dagegen. Wenn der Markt abgerechnet wird, wird der Einsatz (300) mit 4/7 (die Anzahl der erwarteten Gewinner [4] durch die Anzahl der tatsächlichen Gewinner [7]) multipliziert, um den verringerten Einsatz (171,43) zu berechnen. Der Rest geht an den Layer (128,57). Der Haltende erhält dann das Produkt aus angenommener Quote (4,0) und reduziertem Einsatz (4 x 171,43 = 685,72). In diesem Beispiel beträgt der Nettogewinn von Wettspieler A 385,72 (685,72 Gewinn minus ursprünglicher Einsatz 300), und der Nettoverlust von Wettspieler B beträgt ebenfalls 385,72.
    • In Bezug auf Kunden, deren Wettkontrahent Betfair ist, gilt für dieses Kapitel der Wettbörsen-Regeln über tote Rennen, dass die Bezeichnungen „Kunde A“, „Kunde B“ und „zuständige Anbieter“ (Layer) – wo relevant – als Betfair gelesen werden.
  9. Regeln für Betfair Starting Price-Wetten

    • Starting Price-Wetten („SP“ oder „Betfair SP“) werden von Betfair berechnet, sobald die betreffende Veranstaltung vor ihrem Start ausgesetzt wird. Zu diesem Zeitpunkt werden alle abgegebenen SP-Wetten mit Wetten an der Wettbörse abgeglichen. Die Einzelheiten zu dieser Berechnung werden weiter unten aufgeführt.
    • Bitte beachten Sie, dass es keinem Betfair Kunden möglich ist, eine SP-Wette zu löschen, wenn sie bereits platziert wurde.
    • Bei einer Betfair SP-Wette handelt es sich um eine Wette zu einer festen Quote. Die Quote für jede Auswahl wird hierbei zum Startzeitpunkt der betreffenden Veranstaltung ermittelt. Auch die Wetten werden erst zum Startzeitpunkt der Veranstaltung angenommen. Die Quoten werden ermittelt, indem die Back-Wetten von Kunden, die auf den SP wetten wollen, zusammen mit den Back-Wetten der Kunden an der Wettbörse und die Lay-Wetten von SP-Wettern sowie die Lay-Wetten von Mitspielern der Wettbörse aufeinander abgestimmt werden. Die Berücksichtigung von Wettangeboten an der Wettbörse zur SP-Berechnung ist notwendig, um Mitspielern folgende Vorteile zu verschaffen: Kunden, die eine Back-Wette zum SP platzieren möchten, können von Lay-Wettangeboten an der Wettbörse immer dann profitieren, wenn diese den SP erhöhen. Umgekehrt gilt, dass Kunden, die eine Lay-Wette zum SP platzieren möchten, von Back-Wettangeboten an der Wettbörse profitieren können, wenn diese den SP drücken. Die Berücksichtigung von nicht angenommenen Wettangeboten an der Wettbörse zur SP-Berechnung stellt außerdem sicher, dass diejenigen Back- und Lay-Wettangebote der Kunden an der Börse, die normalerweise verfallen würden, nach Möglichkeit angenommen werden.
    • Der Mindesteinsatz für Back-Wetten zum Betfair SP beträgt €1 und für Lay-Wetten zum Betfair SP €10 (oder das jeweilige Äquivalent in der entsprechenden Währung).
    • Beispiel 1: Auf Wettauswahl A finden sich €1.000-Wetteinsätze auf Back-Wetten und ein möglicher Verlustbetrag von €6.000 auf Lay-Wetten zum Betfair SP; gleichzeitig sind auf der Wettbörse Back-Wetten im Wert von €500 offen, für die bei einer durchschnittlichen Quote von 5,0 Lay-Wetten angeschlossen werden können. Wenn wir in diesem Fall den Wettmarkt ignorieren würden, wäre der SP 7,0. Hierdurch würden jedoch Back-Wetten an der Wettbörse nicht angenommen, die SP-Lay-Wetten zu ihrem angeforderten Preis hätten gegenübergestellt werden können. Daher ergibt sich in diesem Fall ein Betfair SP von 5,0, und die Back- und Lay-Wetten aller Wetter zum SP werden zu diesem Preis abgeschlossen. Die €500, die als Angebote von Backern zur Verfügung standen, werden jetzt ebenfalls zum geforderten Preis von 5,0 an SP-Layer vermittelt.
    • Beispiel 2: Auf Wettauswahl B finden sich €831-Wetteinsätze auf Back-Wetten und ein möglicher Verlustbetrag von €4.428 auf Lay-Wetten zum Betfair SP. Außerdem finden sich auf der Wettbörse die folgenden offenen Lay-Wettangebote: €20 zu 6,8, €31,13 zu 6,6 und €100 zu 6,4. In diesem Fall ergäbe sich ein Betfair SP von 6,68. Dies wird errechnet, indem die Angebote, Back-Wetten von €20 zu 6,8 und €31,13 zu 6,6 abzuschließen, einbezogen und diese Beträge dann mit den SP-Wetteinsätzen auf Back-Wetten und den möglichen SP-Verlustbeträgen abgeglichen werden. Die noch offenen €100 für Back-Wetten zu einer Quote von 6,4 bleiben unberücksichtigt, da dies zu einem Ungleichgewicht zwischen SP-Back-Wettern und SP-Lay-Wettern führen würde.
    • Weitere Informationen dazu, wie Betfair den SP-Abgleich durchgeführt, finden Sie im FAQ-Bereich der Betfair SP-Seite unter www.betfair.com/betfairsp.
    • Der SP wird für jede Auswahl auf sechs Dezimalstellen berechnet. In der Marktansicht (oder in anderen Form-/Ergebnisinformationen) kann er jedoch mit lediglich zwei Dezimalstellen (entsprechend auf- oder abgerundet) angezeigt werden. Nach dem SP-Abgleich kann der exakte SP durch Klicken auf die jeweilige Auswahl eingesehen werden.
    • Sollte die Website beim Beginn der Veranstaltung nicht zur Verfügung stehen oder der SP-Abgleich aus irgendeinem Grund nicht stattfinden können, so wird Betfair den SP anhand aller zur Verfügung stehenden Informationen bestimmen. Zur Vermeidung von Zweifeln und Missverständnissen: Die in diesem Fall genutzten Informationen beschränken sich nicht auf die Wettaktivität auf dem relevanten Betfair Wettmarkt bzw. auf den relevanten Wettmärkten. Außerdem kann in diesem Fall ein lizenzierter Buchmacher innerhalb der Betfair Gruppe als Risiko-Gegenpartei für SP-Wetten auftreten, wenn dies zur Gewährleistung eines fairen SP notwendig ist. Betfair Mitarbeiter, die unter den genannten Umständen in den Bestimmungsprozess des SPs involviert sind, haben keinerlei ungenanntes persönliches oder anderweitiges Interesse am jeweiligen SP.
    • Sollte der Abgleich frühzeitig stattfinden (z. B. wenn ein Pferderennen irrtümlich in den In-Play-Status versetzt wird), wird sich Betfair bemühen, den Abgleich rückgängig zu machen, sodass der SP zum tatsächlichen Beginn der Veranstaltung ermittelt wird. Sollten jedoch Umstände eintreten, unter denen dies nicht möglich ist, so wird der SP entsprechend des Ergebnisses des ursprünglichen Abgleichs ermittelt.
    • Sollte der SP-Abgleich rückgängig gemacht werden: SP-Wetten (einschließlich SP-Wetten mit Limit), Wetten mit der Option „Bei In-Play: SP annehmen“ und Wetten, für welche die „Behalten“-Option gewählt wurde, werden in den Status vor dem Abgleich zurückversetzt; Wetten, für welche die Option „Bei In-Play: Löschen“ gewählt wurde, verbleiben entweder gelöscht, sofern sie nicht als Teil des Abgleichprozesses angenommen wurden, oder werden, sofern sie als Teil des Abgleichprozesses angenommen wurden, in den Status vor Beginn des Abgleichprozesses zurückversetzt.
    • Sollte der Abgleichprozess später als geplant stattfinden (z. B. nachdem eine Veranstaltung bereits begonnen hat) und Betfair entscheidet, dass ein wichtiges Ereignis stattgefunden hat (was im Normalfall bedeutet, dass das Ereignis nicht in den In-Play-Status geschaltet wurde), so wird der SP ausschließlich basierend auf SP-Wetten ermittelt (und Wetten mit der Option „Bei In-Play: SP annehmen“, welche noch offen sind, wenn Betfair den entsprechenden Wettmarkt aussetzt), die vor dem Beginn der Veranstaltung abgeschlossen wurden. Das heißt, dass Wetten mit der Option „Bei In-Play: SP annehmen“, welche nach Beginn der Veranstaltung angenommen wurden, für nichtig erklärt werden und im Abgleichprozess nicht berücksichtigt werden. Außerdem werden alle SP-Wetten, welche nach Beginn der Veranstaltung abgeschlossen wurden, für nichtig erklärt. Sollte der Abgleichprozess später als geplant stattfinden, Betfair aber entscheiden, dass kein wichtiges Ereignis stattgefunden hat, gelten alle Wetten.
    • Wenn eine Betfair SP-Wette auf Sieg und Platz angeboten wird, so wird diese als zwei separate Wetten verarbeitet: eine Siegwette zum SP und eine Platzwette zum SP.
    • Wenn nicht angenommene Wetten storniert werden, bevor ein Markt In-Play geht, werden alle nicht angenommenen Wetten, die für die Option „Bei In-Play: SP annehmen“ ausgewählt wurden, in Betfair SP-Wetten umgewandelt. Nach dem Umwandeln können diese Wetten nicht mehr storniert werden.
    1. 9.1Ihr Wettkontrahent bei Betfair SP-Wetten

      • Wenn Sie eine SP-Wette abschließen, wetten Sie mit einer zur Annahme von Wetten lizenzierten Firma innerhalb der Betfair Gruppe.
    2. 9.2Eine SP Wette bei Betfair platzieren

      Durch Auswahl der SP-Schaltfläche in der Marktansicht haben Kunden Zugriff auf zwei Möglichkeiten, eine SP-Wette zu platzieren. Die Optionen:

      • Die erste Möglichkeit besteht darin, das Kontrollkästchen „SP Quotenlimit festlegen“ oben rechts im Wettmanager nicht zu aktivieren. Bei einer Back-Wette müssen Sie den Einsatz angeben, den Sie bereit sind, auf diese Auswahl zu setzen. Bei einer Lay-Wette müssen Sie das maximale Risiko, das Sie gegen diese Auswahl eingehen wollen, angeben – also den Betrag, den Sie bereit sind zu verlieren, falls diese Auswahl gewinnt (oder sich entsprechend der Wette platziert).
      • Die zweite Möglichkeit, eine SP-Wette abzuschließen, ist es, das Kontrollkästchen „SP Quotenlimit festlegen“ zu aktivieren. Mit dieser Methode können Sie für eine Wette zu SP-Konditionen eine Mindestquote für eine Back-Wette und eine Höchstquote für eine Lay-Wette anfordern. Sollte die SP-Quote von Betfair geringer als die für eine Back-Wette geforderte Mindestquote oder höher als die für eine Lay-Wette geforderte Höchstquote sein, verfällt die Anfrage, wenn die Veranstaltung beginnt, und es wird keine Wette abgeschlossen. Falls der SP von Betfair höher als die geforderte Mindestquote für eine Back-Wette bzw. niedriger als die geforderte Höchstquote für eine Lay-Wette ist, so wird Ihre Wette zum Betfair SP angenommen. Wenn der SP dem vom Kunden angegebenen Limit exakt entspricht, werden entsprechende Wetten abhängig vom Zeitpunkt ihres Abschlusses (zuerst abgegebene Wetten werden zuerst vermittelt) entsprechend der gängigen Praxis an Wettbörsen vermittelt. Das bedeutet, dass diese Wetten unter Umständen offenbleiben oder nur teilweise vermittelt werden.
      • Beachten Sie bitte Folgendes: Wenn ein Non-Runner auf dem betroffenen Markt von Betfair nicht vor dem Abschluss der Veranstaltung entfernt werden kann, kann es durch die Anwendung eines etwaigen Reduktionsfaktors auf alle zum oder vor Beginn der Veranstaltung angenommenen Wetten (einschließlich SP-Wetten) dazu kommen, dass die Quote, zu der eine SP Back-Wette mit Quotenlimit angenommen wurde, auf eine Quote unter dem geforderten Limit angepasst werden muss. Dies kann auch bedeuten, dass eine Anfrage für eine SP-Lay-Wette mit angefragten Höchstquoten nicht angenommen wird, obwohl die Quoten für die Auswahl nach etwaiger Anpassung für späte Non-Runner nach dem Rennen unterhalb der angefragten Höchstquote liegt.
      • Wenn Sie eine SP-Wette mit Quotenlimit abschließen möchten, so können Sie die geforderte Mindestquote für eine Back-Wette oder die Höchstquote für eine Lay-Wette zu jeder Zeit vor Beginn der Veranstaltung erhöhen bzw. verringern. Allerdings kann eine angefragte SP-Wette, wie bereits erwähnt, nicht mehr vollständig vom Kunden gelöscht werden. Einzelheiten zur Auswirkung von Nicht-Startern auf den Betfair SP erfahren Sie im unteren Teil dieses Textes.
    3. 9.3Wetten auf der Sportwettbörse, die zu Beginn der Veranstaltung offenbleiben

      • Bei einer Wette auf der Sportwettbörse wählen Sie wie gewohnt die gewünschte angebotene Quote für Ihre Auswahl in der Marktansicht (im Gegensatz zur Wahl der „SP“-Option für Ihre Auswahl). Wenn eine Wette auf der Sportwettbörse ganz oder teilweise offenbleibt, so kann diese im Rahmen der üblichen Möglichkeiten bearbeitet oder gelöscht werden. Früher wurden offene Wetten zu Beginn der betreffenden Veranstaltung gelöscht, wenn der Wettmarkt zu diesem Zweck ausgesetzt wurde. Jetzt können Sie wählen, ob Ihre offene Wette an der Wettbörse zu Beginn der entsprechenden Veranstaltung in eine SP-Wette umgewandelt werden soll oder ob Ihre offene Wette bestehen bleiben soll, wenn der Wettmarkt in den In-Play-Status versetzt wird (siehe „Behalten“-Option weiter unten).
      • Um Ihre offene Wette in eine SP-Wette umzuwandeln, wenn der Wettmarkt zu Beginn der Veranstaltung ausgesetzt wird und dann in den In-Play-Status übergeht, wählen Sie die Option „Bei In-Play: SP-Wette“ im Wettmanager. Wenn eine Auswahl mit einem Reduktionsfaktor von mindestens 2,5% aus einem Siegermarkt oder mindestens 4,0% aus einem Platzierungsmarkt entfernt wird (Non-Runner), so werden offene Lay-Wetten auf alle anderen Auswahlen dieses Marktes entsprechend der Betfair Politik gelöscht. Eine Lay-Wette, für welche die Auswahl „Bei In-Play: SP-Wette“ gewählt wurde, wird nicht für nichtig erklärt, sondern automatisch in eine SP-Wette umgewandelt. Nach dieser Umwandlung kann die Wette nicht mehr storniert werden. Andernfalls können Sie Wetten auf der Wettbörse im Gegensatz zu einer SP-Wette auch nach ihrer Platzierung noch löschen, auch wenn Sie die „Behalten“-Option oder "Bei In-Play: SP-Wette" gewählt haben.
      • Wenn Sie sich entschließen, eine Lay-Wette als SP-Wette zu behalten, wird der mögliche Verlust Ihrer Lay-Wette auf der Wettbörse in einen möglichen Verlust einer SP-Wette umgewandelt. Ihr möglicher Verlust bei einer solchen Wette ist niemals höher als der von Ihnen für die Wette an der Wettbörse festgelegte mögliche Verlust. Der Betrag, den Sie bei einer Lay-SP-Wette gewinnen können, kann jedoch von dem Betrag abweichen, den Sie hätten gewinnen können, wenn Ihre Wette auf der Wettbörse angenommen worden wäre.
    4. 9.4Anpassungen von SP-Wetten bei Non-Runnern

      • Bei SP-Back-Wetten ändert Betfair zu keinem Zeitpunkt den Einsatz oder die Quote, die von einem Kunden angefordert wurden, ungeachtet jeglicher Non-Runner oder Zurückziehungen vor dem Rennen. Die Kunden, die eine SP-Limit-Auswahl getroffen haben, können jedoch die Mindest-SP-Quote, die sie für eine Auswahl akzeptieren würden, verringern.
      • Wenn Du eine Wette mit Betfair Starting Price (BSP) platzierst und wir einen Non-Runner nicht entfernen können, bevor das Rennen abgeschlossen ist, kann sich der Betfair Starting Price, der beim Start des Rennens berechnet wurde, ändern, nachdem der Non-Runner entfernt wurde. Der Reduktionsfaktor des Non-Runners wird auf die ursprünglichen BSP-Quoten angewendet und der Preis für Deine Wette wird entsprechend angepasst.
      • Für SP-Lay-Wetten auf Siegermärkte gilt: Betfair wird den möglichen Verlust des Kunden entsprechend des Reduktionsfaktors der ausgeschiedenen Auswahlen und des Reduktionsfaktors der Auswahl, auf welche die Wette abgeschlossen wurde, verringern. So spiegelt die Balance zwischen dem Einsatz der Backer und dem möglichen Verlust der Layer den veränderten Wettmarkt nach Entfernung der Auswahlen wider. Wenn beispielsweise ein Pferd mit einem Reduktionsfaktor von 50% nicht startet, wird ein anderes Pferd auf demselben Markt, das mit ungefähr 5 (d. h. einem Reduktionsfaktor von 20%) angesetzt ist, auf einen Preis von ungefähr 2,5 geändert. Daher muss der mögliche Verlust einer Lay-Wette in Höhe von €200 in einen möglichen Verlust von ca. €75 umgewandelt werden, um sicherzustellen, dass eine Back-Gegenwette denselben Einsatz von €50 aufweist. Hierzu wird der mögliche Verlust mit 37,5% multipliziert (d. h. 100%-(50%/(100%-20%)).
      • Wenn für eine SP-Lay-Wette in einem Siegermarkt eine Höchstquote festgelegt wurde, so wird diese um den Reduktionsfaktor jeder etwaigen entfernten Auswahl verringert, falls die Auswahl einen Reduktionsfaktor von mindestens 2,5% hat.
      • Bei SP-Lay-Wetten auf Platzierungsmärkten reduziert Betfair den möglichen Verlust eines Kunden auch entsprechend der Reduktionsfaktoren entfernter Auswahlen. Die Berechnung entsprechend der Reduktionsfaktoren für Plätze weicht jedoch leicht ab. Der mögliche Verlust wird einfach um den Reduktionsfaktor der entfernten Auswahl verringert. Wenn für die Lay-Wette auf einem Platzierungsmarkt ein maximales Quotenlimit festgelegt wurde, wird der Gewinnanteil der Quote um den Reduktionsfaktor der entfernten Auswahl verringert.
      • Wenn für eine SP-Lay-Wette in einem Platzierungsmarkt eine Höchstquote festgelegt wurde, so wird diese um den Reduktionsfaktor jeder etwaigen entfernten Auswahl verringert.
      • SP-Lay-Wetten werden nicht gelöscht, wenn eine Auswahl vom Wettmarkt entfernt wird (Non-Runner).
    5. 9.5Spezielle Bedingungen für SP-Wetten bei Non-Runnern in Wettmärkten für Hunderennen

      • ALLE SP-Wetten gelten, solange die von Ihnen gewählte Startbox (Trap Selection) nicht leer bleibt oder nach Ihrer Wettplatzierung kein Reservestarter für Ihre Startbox gemeldet wird.
      • ALLE nicht angenommenen, in eine SP-Wette umgewandelten Wetten werden storniert, wenn ein Reservestarter hinzugefügt oder eine leere Startbox entfernt wird.
  10. Die Wettoption „Halten“

    • Bei Märkten, die beim Start der Veranstaltung aktiv geschaltet (In-Play) werden, kann der Kunde fordern, dass eine offene Wette auf der Wettbörse nicht storniert wird, wenn der Markt aktiv geschaltet wird. Diese Option nutzen Sie, indem Sie im Wettmanager die „Halten“-Option für das In-Play auswählen (und diese Auswahl bestätigen). Dies bedeutet, dass die nicht angenommene Wette nicht gelöscht wird, während andere nicht angenommene Wetten beim Start verfallen.
    • Wie oben beschrieben ist es die Vorgehensweise von Betfair, beim Ausfall von Teilnehmern eines Pferderennens (Non-Runner) alle nicht angenommenen Wetten auf diesem Lay-Markt zu annullieren, falls der Non-Runner einen Reduktionsfaktor von mindestens 2,5% im Markt für Siegwetten oder einen Reduktionsfaktor von mindestens 4% im Markt für Platzwetten aufweist. In diesen Fällen werden Lay-Angebote auf Pferde mit aktivierter „Halten“-Funktion beim In-Play nicht annulliert. Stattdessen werden die angebotenen Lay-Quoten bei Platzwetten proportional zu den Reduktionsfaktoren der Non-Runner verringert. Dasselbe gilt bei Siegwetten, falls der Non-Runner einen Reduktionsfaktor von mindestens 2,5% aufweist
    • Im Falle eines späten Ausfalls eines Pferdes kann es sein, dass Betfair keine Zeit hat, den Teilnehmer vom Markt zu entfernen, bevor dieser in den In-Play-Status wechselt. In diesen Fällen gilt: Wenn Betfair den späten Ausfall eines Pferdes als maßgeblich erachtet (d. h., es handelt sich um eine Auswahl mit einem Reduktionsfaktor von ungefähr 20% oder mehr im Siegermarkt), behält sich Betfair das Recht vor, ALLE Lay-Wetten mit aktivierter „Halten“-Option (sowohl im Sieger- als auch im Platzierungsmarkt) zu annullieren, bevor der Markt in den In-Play-Status wechselt. Sollte Betfair im Falle eines späten Ausfalls eines Pferdes Lay-Wetten mit „Halten“-Option nicht löschen (z. B. wenn zum Zeitpunkt des Ausfalls nicht ermittelt werden kann, welches Pferd ausfällt), verbleiben diese Wetten, sofern sie vor dem Start platziert und im In-Play-Status angenommen wurden, zum ursprünglich ausgewählten Preis. Somit unterliegen diese Lay-Wetten mit „Halten“-Option keinen Reduktionsfaktoren, die als Folge des späten Ausfalls nach Beendigung des Rennens auf Wetten, die zum oder vor dem Start angenommen wurden, angewendet werden.
    • In außergewöhnlichen Fällen behält sich Betfair das Recht vor, Wetten, für welche die „Behalten“-Option gewählt wurde, zu löschen, um Kunden zu schützen. Generell aber gilt, dass in keinem Fall eine Wette mit „Halten“-Option von Betfair annulliert wird, solange diese nicht angenommen wurde, wenn der Markt (zum letzten Mal) am Ende des Ereignisses geschlossen wird.
    • Um Zweifelsfälle zu vermeiden, werden z. B. beim Eintritt eines wichtigen Ereignisses bei einem Fußballspiel andere nicht angenommene Wetten vor der Wiedereröffnung des Marktes annulliert. Eine Wette mit „Behalten“-Option wird nicht annulliert.
  11. Regeln für Tote-Wetten

    • Wenn Sie eine Tote-Wette auf der Betfair Plattform platzieren (z. B. eine UK- oder südafrikanische Tote-Wette), wetten Sie gegen Betfair als Gegenpartei für Ihre Wette. Betfair wird dann eine entsprechende Wette im relevanten Tote-Pool abschließen.
    • Einen Link zu den Regeln für Tote-Wetten, welche gegen Betfair abgeschlossen wurden, können Sie auf jeder entsprechenden Tote-Wettseite auf der Betfair Website finden. Sollte es zu Unstimmigkeiten zwischen diesen Regeln kommen und entweder den entsprechenden Regeln, welche auf der relevanten Tote-Website verfügbar sind (z. B. auf der UK-Tote-Website im Falle von UK-Tote-Wetten), oder den entsprechenden Regeln, welche von der veranstaltenden Rennbahn angewendet werden, so haben die Regeln auf der relevanten Tote-Website oder die Regeln, welche von der veranstaltenden Rennbahn angewendet werden, Gültigkeit.
  12. Regeln für Cash Out und Auto Cash Out

    Cash Out

    • Cash Out ist eine Funktion, die für verschiedene Wettmärkte der Betfair Wettbörse angeboten wird.
    • Cash Out bietet Dir eine einfache Möglichkeit, Deinen Gewinn zu sichern oder Deine Verluste zu reduzieren, ohne auf das Ende der Veranstaltung warten zu müssen. Wenn Du Dich für Cash Out entscheidest, platziert Betfair automatisch weitere Wetten auf dem Betfair Markt, um Deine Position zu sichern. Kunden sollten beachten, dass sich eine Auswahl, die von einem Markt entfernt wird, auf Cash Outs auswirken kann, die vor der Entfernung der Auswahl durchgeführt wurden, und sie so möglicherweise einen geringeren Betrag erhalten, als auf dem Button "Cash Out" angezeigt wurde.
    • Bei einer Cash Out-Anforderung wirst Du darüber benachrichtigt, ob Deine Anforderung erfolgreich war oder nicht. Es kann nicht garantiert werden, dass Deine Cash Out-Anforderung akzeptiert wird, und sie kann nicht erfolgreich sein, wenn beispielsweise der Markt ausgesetzt wird oder die Quoten sich ändern, bevor Deine Anforderung verarbeitet wurde.
    • Wenn Deine Cash Out-Anforderung erfolgreich ist, wird eine Erfolgsmeldung angezeigt und Deine Wette(n) (oder der jeweilige Anteil davon) wird bzw. werden zu dem Zeitpunkt abgerechnet, zu dem alle anderen Wetten auf denselben Märkten abgerechnet werden. Die Gewinne werden Deinem Konto dann gutgeschrieben.
    • Jedes versuchte Cash Out wird storniert (und Dein Einsatz wird Dir erstattet), wenn: (i) Du das Cash Out für eine Wette vornehmen möchtest, deren Markt später für ungültig erklärt wird (z. B. aufgrund des Abbruches des Ereignisses) oder (ii) Du versuchst, das Cash Out für eine Wette auf einem „Unentschieden - keine Wette“-Markt (oder einem ähnlichen Markt) vorzunehmen und das Ereignis mit einem Unentschieden endet.
    • Wenn Deine Cash Out-Anforderung nicht erfolgreich ist, wird eine Meldung mit einer Begründung angezeigt und Du erhältst eventuell ein neues Cash Out-Angebot.
    • Für die Bearbeitung von Cash Out-Anforderungen, die während eines Spiels gestellt werden, wird unter Umständen wegen der Live-Wettverzögerung mehr Zeit benötigt.
    • Wenn die Liquidität auf einem Markt nicht ausreicht, ist Cash Out möglicherweise nicht verfügbar.
    • Cash Out ist derzeit nicht auf allen Wettmärkten der Betfair Wettbörse verfügbar – ein Cash-Out-Symbol zeigt an, welche Märkte Cash Out unterstützen. Auf der Hilfe-Seite erhältst Du weitere Informationen dazu, wann Cash Out unter Umständen nicht verfügbar ist.
    • Cash Out auf der Betfair Wettbörse bezieht sich auf den Markt, nicht auf die Wette. Wenn Du folglich zwei separate Wetten auf das gleiche Ergebnis platziert hast, kannst Du Dir entweder beide oder keine der Wetten auszahlen lassen (d. h. Du kannst Dir nicht nur eine der Wetten auszahlen lassen).
    • Durch die Verwendung von Cash Out kann es sein, dass Du von bestimmten Aktionen ausgeschlossen wirst und keine Berechtigung mehr hast. Siehe Bedingungen für Aktionen, um weitere Informationen zu erhalten.
    • Betfair behält sich das Recht vor, die Abrechnung eines Cash Out zu stornieren, wenn ein Wettmarkt falsch abgerechnet wurde (z. B. aufgrund eines menschlichen oder technischen Fehlers), oder wenn die Wette oder ein Markt später für ungültig erklärt wird. Wenn Betfair eine Wette neu abrechnet, kann dies zu Anpassungen am Guthaben eines Kunden führen, die die Änderungen der Wettabrechnung widerspiegeln.
    • Betfair behält sich das Recht vor, die Cash-Out-Funktion jederzeit auszusetzen oder zu deaktivieren.
    • Bitte beachte: Wenn Du eine Wette mit der Absicht abschließt, anschließend die Cash Out-Funktion zu nutzen, gibt es niemals eine Garantie, dass ein Cash Out auch zu dem Zeitpunkt verfügbar ist, an dem Du die Folgewette abschließen möchtest (dies gilt unabhängig davon, ob der Grund für den Ausfall des Cash Out eine Ursache außerhalb unserer Kontrolle hat oder nicht).

    Auto Cash Out

    • Auto Cash Out ist ein Produkt, das für eine Reihe von Märkten angeboten wird, für die Cash Out auf der Betfair Wettbörse verfügbar ist.
    • Mit Auto Cash Out kannst Du das Gewinnniveau festlegen, bei dessen Erreichen Du Deine Wetten auf dem betreffenden Markt automatisch ausgezahlt bekommst (weitere Informationen zum Standard-Cash-Out findest Du weiter oben in diesem Abschnitt).
    • Leg einfach Dein Auto Cash Out-Level fest – wenn die Gewinne, die Du durch Cash Out erhalten würdest, dieses Level erreichen, wird Dir Betfair automatisch die Wetten auszahlen, die Du auf dem betreffenden Markt platziert hast. Wenn Dein Auto Cash Out also erfolgreich ist, erhältst Du den Betrag, zu dem Du Dein Auto Cash Out platziert hast (d. h. Deinen ursprünglichen Einsatz und den angegebenen Gewinn). Wie für das Standard-Cash-Out von Betfair üblich, kannst Du nicht den gleichen Betrag gewinnen wie für eine erfolgreich abgerechnete Wette.
    • Wenn Dein Auto Cash Out erfolgreich ist, erscheint eine Bestätigungsnachricht auf Deinem Bildschirm.
    • Du wirst nicht in der Lage sein zu sehen, wann die Auto-Cash-Out-Funktion versucht, Dir Deine Wetten auszuzahlen.
    • Bitte beachte, dass Auto Cash Out nicht garantiert werden kann. In bestimmten Fällen kann Dir Betfair Deine Wette(n) vielleicht nicht automatisch auszahlen, auch wenn es so auf der Betfair Website bzw. in der App steht.
    • Sobald ein Auto Cash Out erfolgreich war, werden unter „Meine Wetten“ die Wetttransaktionen aufgeführt, die zu Deinem Auto Cash Out geführt haben.
    • Wenn Du Auto Cash Out für einen bestimmten Markt ausgewählt hast und ein Cash Out erfolgt, werden alle Deine offenen Wetten auf dem jeweiligen Markt storniert.
    • Wurde eine Anzahl von Auswahlen auf denselben Markt gesetzt und einer oder mehrere dieser Auswahlen wird als verlorene Wette abgerechnet, bevor der Markt komplett abgerechnet wurde (z. B. weil die fragliche Auswahl nicht mehr erfolgreich sein kann), wird jede Einstellung für Auto Cash Out, die auf die anderen Auswahlen bei diesem Markt angewandt wurde, automatisch storniert.
    • Betfair behält sich das Recht vor, die Auto-Cash-Out-Funktion jederzeit auszusetzen oder zu deaktivieren.
  13. Sonstiges

    • Alle Zeitangaben in den Wettbörsen-Regeln beziehen sich auf die Zeitzone, in der die betroffene Veranstaltung stattfindet. Die Referenzzeit für ein Fußballspiel ist zum Beispiel immer die lokale Anstoßzeit.
    • Sämtliche Informationen werden von Betfair in bestem Wissen herausgegeben. Dennoch kann Betfair keine Haftung für Fehler oder Versäumnisse bei der Veröffentlichung von Informationen in Bezug auf Preise, Teilnehmer, Zeiten, Spielstände, Ergebnisse oder allgemeine Statistiken übernehmen.
    • Betfair behält sich das Recht vor, offensichtliche Fehler zu korrigieren, und wird stets alle zumutbaren Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass Märkte korrekt und transparent verwaltet werden.
    • Sollte ein falscher Team- oder Teilnehmername (ausschließlich nicht gravierender Rechtschreibfehler), oder eine inkorrekte Anzahl von Teilnehmern, Teams oder Ergebnissen in einem vollständigen Wettmarkt angezeigt werden oder sollte ein Wettmarkt anderweitig fehlerhaft geladen sein, sei es mit falschen Daten oder offensichtlichen Fehlern (einschließlich der Anwendung eines inkorrekten Risikoalgorithmus), behält sich Betfair das Recht vor, den Wettmarkt auszusetzen und (in vernünftigem Rahmen) alle Wetten für nichtig zu erklären.
    • Es obliegt dem Kunden, zur eigenen Zufriedenheit sicherzustellen, dass die Auswahl, auf die eine Wette abgeschlossen wird, tatsächlich die vom Kunden gewollte Auswahl ist. Sollte z. B. ein Teilnehmer den gleichen Namen wie eine nicht an der fraglichen Veranstaltung teilnehmende Person tragen, so hat der Kunde die Verpflichtung, sicherzustellen, dass er weiß, welcher Teilnehmer von Betfair als Auswahl für diesen Wettmarkt geladen wurde, und dass die Wette tatsächlich auf den beabsichtigten Teilnehmer abgeschlossen wird.
    • Betfair behält sich das Recht vor, nach ausschließlich eigenem Ermessen Wettbörsenmärkte jederzeit auszusetzen, ohne etwaige verwandte oder verbundene Sportsbook- oder Festquotenmärkte auszusetzen, oder einen Sportsbook- oder Festquotenmarkt auszusetzen oder zu beenden, ohne etwaige verwandte oder verbundene Wettbörsenmärkte auszusetzen.
    • Betfair kann nach ausschließlich eigenem Ermessen entscheiden, den Wettbetrieb auf einem Markt jederzeit auszusetzen (auch wenn diese Aussetzung früher stattfindet, als in den Wettbörsen-Regeln vorgesehen). Im Interesse der Wahrung von Integrität und Fairness auf den Wettmärkten kann Betfair außerdem gewisse Wetten oder Wettmärkte gänzlich für nichtig erklären.
    • Beachten Sie bitte, dass es, wenn Sie eine Reihe von verwandten oder zusammenhängenden Wetten auf eine Kombination aus Wettbörsen-, Sportsbook-, Festquoten- und/oder Kombiwettenprodukten (und/oder Wettprodukten von Drittanbietern) platzieren, dazu kommen kann, dass Wetten auf ein Produkt entsprechend der Betfair Teilnahmebedingungen für nichtig erklärt werden, während Wetten auf andere Produkte ihre Gültigkeit behalten. Beachten Sie auch, dass Betfair Ihnen gegenüber nicht haftet, sollten eine oder mehrere Ihrer Wetten auf Betfair Produkte im Einklang mit den Teilnahmebedingungen angepasst oder für nichtig erklärt werden, auch wenn Ihre anderen verwandten Wetten ihre Gültigkeit behalten (und auch wenn Sie sich speziell auf Wetten, die Sie über ein Produkt platziert haben, verlassen, um auf diesen basierend entsprechende verwandte Wetten über ein anderes Produkt zu platzieren).
    • Betfair behält sich das Recht vor, die Wettbörsen-Regeln jederzeit anzupassen. Eine solche Änderung wird mit ihrer Veröffentlichung auf betfair.com sofort verbindlich und wirksam, und jeder Markt, der nach der Veröffentlichung geladen wird, unterliegt den neuen Wettbörsen-Regeln.
    • Betfair behält sich das Recht vor, offene Wetten zum Schutz der Kunden jederzeit zu löschen.
    • Bei der Abrechnung eines jeden Wettmarkts werden die
      • Gewinn-/Verlustbeträge und
      • die Provisionen
      immer auf die zweite Dezimalstelle hinter dem Komma auf- oder abgerundet. Ausgenommen hiervon sind Gewinn- und Verlustbeträge in Verbindung mit BSP-Wetten, die immer ab- und niemals aufgerundet werden. Nehmen wir zum Beispiel einen Betrag wie €3,333, dann kommen wir auf einen Endbetrag von €3,33. €3,335 wird als €3,4 abgerechnet, es sei denn, es handelt sich um einen Gewinn- oder Verlustbetrag in Verbindung mit BSP-Wetten. Dann würde dieser Betrag als €3,33 abgerechnet.
    • Die Exchange-Regeln wurden zu Übersetzungszwecken außer in Englisch auch in verschiedenen anderen Sprachen verfasst. Im Fall von Unterschieden zwischen der englischen und (falls zutreffend) der übersetzten Version in der Landessprache Ihres Wohnsitzes ist die für den Kunden vorteilhafteste Version maßgebend.

Teil C – Spezifische Sportregeln

  1. American Football

    • Alle Märkte werden anhand des Ergebnisses inklusive Verlängerung abgerechnet, es sei denn, etwas anderes wird in den Betfair Regeln zu American Football oder den Marktinformationen angegeben (z. B. der Halbzeit/Endstand-Markt) oder der Markt wurde bereits vor Beendigung des Spiels geschlossen. Wenn das Spiel nach der Verlängerung noch einen Gleichstand aufweist, werden alle Wetten auf den Gewinner der Begegnung ungültig.
    • Sollte ein Spiel nicht zum angesetzten Zeitpunkt beginnen und nicht innerhalb von drei Tagen abgeschlossen sein, werden alle Wetten mit Ausnahme der bereits vor Wettkampfende abgerechneten Märkte ungültig.
    • Wenn ein Spiel zwar beginnt, dann aber abgebrochen oder verschoben wird, gilt: Innerhalb von drei Tagen (a) müssen mindestens 55 Minuten der Spielzeit verstrichen sein oder (b) muss ein offizielles Ergebnis von offizieller Seite festgelegt werden. Ansonsten sind alle Wetten mit Ausnahme der bereits vor Wettkampfende abgerechneten Märkte ungültig. In diesem Falle werden, wenn es ein Unentschieden gibt, alle Wetten im Siegermarkt ungültig.
    • Bei Einzelspieler-Märkten werden alle Wetten auf Spieler ungültig, die zu keinem Zeitpunkt des Spiels zum Einsatz kamen.
  2. Leichtathletik

    • Wenn eine Medaillenzeremonie stattfindet, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses während der Zeremonie abgerechnet, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen.
    • Findet keine Medaillenzeremonie statt, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis veröffentlicht wird, das eine falsche Mitteilung des Ergebnisses berichtigt).
    • Wenn eine Leichtathletikveranstaltung abgebrochen, abgesagt oder so verschoben wird, dass sie nicht innerhalb von sieben Tagen nach angesetztem Veranstaltungsende beendet wird, werden alle Wetten mit Ausnahme der Märkte, die bereits vor Veranstaltungsende abgerechnet wurden, ungültig, es sei denn, in der Marktinformation wird etwas anderes angegeben.
  3. Australische Regeln – Fußball

    • Wetten beziehen sich auf die Regelspielzeit ohne Verlängerung. Jedoch beziehen sich Wetten auf K.-o.-Spiele auf die Regelspielzeit inklusive Verlängerung. Die Ausnahme bilden Wetten in Märkten, die vor Spielende abgerechnet werden, oder anderslautende Regelungen in den Marktinformationen (wie in den „Halbzeit/Endstand“-Märkten). Wenn es ein Unentschieden gibt, gelten in den direkten Vergleichsmärkten die Regeln für „Totes Rennen“.
    • Wenn ein Spiel nicht zur angesetzten Zeit beginnt und nicht innerhalb von drei Tagen nach dem angesetzten Anpfiff beginnt, werden alle Wetten ungültig. Eine Ausnahme bilden Wetten in den Märkten, die bereits vor Beendigung des Spiels abgerechnet wurden.
    • Wenn ein Spiel zwar angepfiffen, dann aber vor der Halbzeit abgebrochen oder verschoben und dann nicht innerhalb von drei Tagen beendet wird, wird es als Unentschieden abgerechnet. Dabei gelten die Betfair Regeln für „Totes Rennen“. Wenn ein Spiel angepfiffen, dann aber in der zweiten Halbzeit abgebrochen oder verschoben und nicht innerhalb von drei Tagen nach Beginn beendet wird, wird der Markt anhand des von offizieller Seite festgelegten Ergebnisses abgerechnet. In beiden Fällen werden Wetten auf dem Wettquoten-Markt wie oben beschrieben abgerechnet. Ansonsten werden alle Wetten ungültig. Hiervon ausgenommen sind Wetten auf Märkten, die bereits vor Beendigung des Spiels abgerechnet wurden.
    • Alle Wetten, die einzelne Spieler betreffen, bleiben bestehen, wenn der Spieler im 22 Mann starken Aufgebot ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob er zum Einsatz kommt oder nicht.
  4. Baseball

    • Die Betfair Baseball-Regeln betreffen ausschließlich Major League Baseball (MLB) und japanischen Baseball. Alle anderen Baseball-Wettkämpfe werden durch die Wettregeln und die Marktinformationen abgedeckt.
    • Wenn ein Spiel nicht zur angesetzten Zeit beginnt, werden alle Wetten ungültig.
    • Wenn ein MLB-Match beginnt, später aber abgebrochen oder verschoben wird und innerhalb von drei Tagen kein offizielles Ergebnis bekannt gegeben wird, sind alle Wetten ungültig außer jenen in den Märkten, die schon vor Spielende abgerechnet werden. In diesem Falle sind bei Gleichstand alle Wetten auf den Gewinner ungültig.
    • Wenn ein japanisches Baseball-Match beginnt, später aber abgebrochen oder verschoben und dann auch nicht innerhalb von drei Tagen nach angesetztem Beginn beendet wird, sind alle Wetten ungültig, mit Ausnahme der Märkte, die schon vor Spielende abgerechnet werden.
    • Alle Wetten schließen zusätzliche Innings ein, es sei denn, dies wird in den Marktinformationen anders angegeben.
    • Alle Wetten auf „Total Runs“- oder „Run Line“-Märkte werden ungültig, wenn nicht wenigsten 9 Innings absolviert wurden (8 1/2, wenn die Heimmannschaft in Führung liegt) oder wenn die offizielle Spieldauer 7 Innings beträgt, dann werden alle Wetten ungültig, wenn nicht wenigstens 7 Innings absolviert wurden (6 1/2, wenn die Heimmannschaft in Führung liegt), mit Ausnahme (in beiden Fällen) von Wetten auf Märkten, die bereits vor Spielende abgerechnet werden.
    • Bei „Listed“-Märkten haben Wetten nur dann Bestand, wenn beide im Betfair Markt gelisteten Pitcher im ersten Fielding Innings für ihre jeweiligen Teams in der Startformation stehen.
  5. Basketball

    • Wetten werden anhand des Ergebnisses inklusive Verlängerung abgerechnet, es sei denn, es erfolgen andere Angaben in den Marktinformationen, oder der Markt wird bereits vor Spielende abgerechnet, oder in diesen Betfair Basketball-Regeln wird etwas anderes angegeben.
    • Wenn ein Spiel nicht zum angegebenen Zeitpunkt beginnt, werden alle Wetten ungültig.
    • Wenn ein Spiel beginnt, dann aber abgebrochen oder verschoben wird, müssen innerhalb von drei Tagen nach dem angesetzten Spielbeginn a) mindestens 43 Minuten gespielt sein, wenn es sich um eine NBA-Begegnung handelt, bzw. 35 Minuten, wenn es sich um eine andere Basketball-Begegnung handelt oder b) ein Ergebnis durch den offiziellen Verband festgelegt werden. Ansonsten werden alle Wetten ungültig, mit Ausnahme der Märkte, die bereits vor Spielende abgerechnet werden. In diesem Falle gelten auf Sieger-Wettmärkten bei einem Unentschieden die Regeln für Totes Rennen.
  6. Boxen und Mixed Martial Arts

    • Alle Kämpfe werden entsprechend des offiziellen Ergebnisses unmittelbar nach dem Kampf abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach dem Kampf eine Ergebniskorrektur stattfindet, die einen Fehler bei der Punktezählung oder der ursprünglichen Verkündigung des Ergebnisses berichtigt).
    • Wenn ein Kampf abgebrochen, abgesagt oder verschoben und dann nicht innerhalb von drei Tagen nach dem angesetzten Beginn abgeschlossen wird oder wenn ein Boxer vor dem ersten Gong aufgibt oder durch einen anderen Boxer ersetzt wird, werden alle Wetten ungültig.
    • Wenn ein Boxer vor dem Beginn einer Runde zurückzieht, nicht auf den Gong reagiert oder aus irgendeinem Grund zwischen den Runden disqualifiziert wird, wird davon ausgegangen, dass er den Kampf am Ende der vorhergehenden Runde abgeschlossen hat.
    • Sollte einer der Boxer disqualifiziert werden, wird er als Verlierer gerechnet.
    • Wenn sich die geplante Dauer (z. B. Anzahl der Runden) eines Kampfes ändert, nachdem wir begonnen haben, dazu Wetten anzubieten, bleiben alle Wetten auf diesen Kampf bestehen, mit Ausnahme von Wetten darauf, dass ein Ereignis vor, während oder nach einer bestimmten Runde eintritt. In solchen Fällen werden beispielsweise Wetten auf einen Sieg von Boxer A in Runde 5 (oder von Boxer A zwischen den Runden 4 bis 6) annulliert.
    • Wenn der Austragungsort zur Heimspielstätte des ursprünglichen Auswärtsteams wechselt, nachdem Betfair den Markt geladen hat, werden alle Wetten ungültig. Bei allen anderen Verlegungen des Austragungsorts bleiben die Wetten bestehen.
    • Endet beim Boxen oder bei Mixed Martial Arts ein Kampf ohne Wertung („No Contest“) oder ohne eine eindeutige Entscheidung, so werden alle abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt.
    • Endet bei Mixed Martial Arts ein Kampf mit einem Unentschieden oder einem technischen Unentschieden, so werden alle abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt.
  7. Kricket

    1. 7.1Allgemeines

      • Wenn in einem Wettkampf, einer Serie oder einem Spiel kein Ball geworfen wird, werden alle Wetten ungültig. Ausgenommen davon sind die Märkte, die unabhängig vom Spielergebnis abgerechnet werden.
      • Wenn ein Spiel durch Wettereinfluss verkürzt wird, werden Wetten anhand des offiziellen Ergebnisses abgerechnet (darunter Spiele mit Limited Overs, die nach der Duckworth-Lewis-Methode entschieden werden).
      • Sollte eine Begegnung durch ein Bowl-Off oder einen Münzwurf entschieden werden, sind alle Wetten ungültig. Ausgenommen davon sind die Märkte, die unabhängig abgerechnet werden.
    2. 7.2Test Matches

      • Wenn ein Spiel beginnt, aber aus irgendwelchen Gründen (außer Wetter) nicht beendet wird (einschließlich, aber nicht beschränkt auf gefährliches oder unspielbares Wicket oder Outfield; Spielfeldvandalismus, Streik, Boykott, Proteste/Gewaltausbrüche, Beschädigung des Stadions, Terrorismus, Akt Gottes), behält sich Betfair das Recht vor, alle Wetten für nichtig zu erklären, mit Ausnahme der Wetten, die bereits unabhängig abgerechnet wurden.
      • Wenn die Beendigung eines Spiels nicht innerhalb von fünf Tagen nach der ursprünglichen Beendigung des Spiels angesetzt ist, werden alle Wetten für nichtig erklärt, mit Ausnahme der Wetten, die bereits unabhängig abgerechnet wurden.
    3. 7.3„Limited Over“-Matches

      • Wenn ein „No Result“ vorliegt, werden alle Wetten für nichtig erklärt, mit Ausnahme der Wetten, die bereits unabhängig abgerechnet wurden, und/oder der Märkte, für welche die laut Wettregeln erforderliche Mindestanzahl der Overs gespielt wurde.
      • Im Fall eines neuen Münzwurf an einem Reservetag für ein "Limited Overs"-Spiel werden alle Wetten, die später als 45 Minuten vor dem offiziellen Spielstart am eigentlichen ersten Spieltag platziert wurden, für ungültig erklärt. Diese Regel gilt für alle Märkte, außer für die, deren Ergebnis bereits zweifellos feststand (z. B. der Markt zum Gewinn des Münzwurfes).
  8. Radsport

    • Wenn eine Medaillenzeremonie stattfindet, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses während der Zeremonie abgerechnet, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen.
    • Findet keine Medaillenzeremonie statt, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis veröffentlicht wird, das eine falsche Mitteilung des Ergebnisses berichtigt).
  9. Darts

    • Für den Fall, ein Spiel wird begonnen, aber nicht regulär beendet, gilt der Spieler, der in die nächste Runde einzieht, als Sieger (handelt es sich dabei um das Turnierfinale, gilt er folgerichtig als Turniersieger).
    • Wenn ein Spiel aus irgendeinem Grund nicht zu Ende gespielt wurde, werden alle Wetten auf „genaues Ergebnis“ oder „nächste Runde/nächstes Spiel/nächster Satz“ ungültig. Ausgenommen davon sind die Märkte, die unabhängig vom Spielergebnis abgerechnet werden.
    • Wenn ein Spiel aus irgendeinem Grund nicht beendet wird, werden Wetten in allen Handicap-Märkten ungültig, außer in jenen Märkten, die bereits vor Ende des Spiels abgerechnet wurden.
  10. E-Sport

    • Alle Märkte werden basierend auf dem offiziellen Ergebnis des jeweiligen Liga- bzw. Turnierorganisators abgerechnet.
    • Wenn das Format einer Serie vor dem Start der Serie geändert wird, werden alle Märkte, die für diese Serie vor Änderung des Formats vorhanden waren, ungültig.
    • Wenn das Format geändert wird, nachdem eine Serie in den Live-Status übergegangen ist, werden alle Märkte für diese Serie ungültig (außer Märkte, für die das Ergebnis zum Zeitpunkt der Formatänderung der Serie bereits eindeutig ermittelt wurde).
    • In eine Serie, bei der eines der Teams aus irgendeinem Grund einen Vorteil auf einer oder mehreren Maps zugesprochen bekommt (z. B. wenn ein Team aufgrund der starken Leistung bei früheren Ereignissen der Serie einen Vorteil auf einer Map erhält), werden alle Maps, für die der Vorteil zugesprochen wurde, für Wettzwecke auf Map-Märkten nicht berücksichtigt. In diesen Fällen gilt bei Map-Märken die erste tatsächlich gespielte Map als erste Map der Serie.
    • Wenn einem Team vom Liga- oder Turnierveranstalter ein Walkover für mindestens eine Map zuerkannt wird und dies aus einem anderen Grund als dem einer starken Leistung im bisherigen Turnier oder Wettbewerb geschieht, werden alle Angebote bezüglich dieser Map oder dem Wettbewerb, zu dem die Map gehört, ungültig.
    • Wenn eine Map begonnen, aber vorzeitig beendet wird: (i) werden Map-Siegermärkte basierend auf dem offiziellen Ergebnis abgerechnet, (ii) werden alle anderen Märkte, für die das Ergebnis eindeutig ermittelt wurde (zum Zeitpunkt des vorzeitigen Endes der Map), abgerechnet und (iii) werden alle anderen Märkte ungültig.
    • Wenn eine Karte neu gestartet wird, nachdem sie bereits teilweise gespielt wurde, werden Map-Märkte, für die das Ergebnis zum Zeitpunkt des Neustarts der Map bereits eindeutig ermittelt wurde, basierend auf dem offiziellen Ergebnis des Liga- bzw. Turnierorganisators abgerechnet. Alle anderen Map-Märkte werden basierend auf der neu gestarteten Map abgerechnet.
    • Wenn eine Serie nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem offiziell geplanten Startdatum und der Startzeit beginnt, werden alle Wetten auf Märkte mit Bezug auf die jeweilige Serie ungültig.
    • Wenn vom Liga- oder Turnierorganisator festgestellt wird, dass ein oder mehrere Spieler während der Serie betrogen hat/haben, werden alle offenen Serien- und Map-Märkte mit Bezug auf diesen Spieler oder das Team des Spielers ungültig.
    • Betfair behält sich das Recht vor, jeden Markt jederzeit nach eigenem Ermessen auszusetzen (auch, um eine notwendige Verwaltungsmaßnahme durchzuführen und/oder notwendige Maßnahmen zum Schutz der Kunden von Betfair zu ergreifen).
    • Wenn eine Serie gestartet und später ausgesetzt oder verschoben und nicht innerhalb von sechs Stunden nach der ursprünglich geplanten Startzeit wieder aufgenommen wird, werden alle Wetten auf Märkten mit Bezug auf diese Serie ungültig (außer Wetten auf Märkte, für die das Ergebnis zum Zeitpunkt der Aussetzung oder Verschiebung bereits eindeutig ermittelt wurde).
    • Wenn ein Team umbenannt oder umstrukturiert wird, behalten alle Wetten auf dieses Team ihre Gültigkeit. Betfair behält sich allerdings das Recht vor, alle Wetten für ungültig zu erklären, die auf ein Team platziert wurden, bei dem die Identität nicht eindeutig geklärt werden konnte.
  11. Finanzmärkte

    1. 11.1Indizes

      • Intraday-, Midday- und PM-Märkte werden nach dem ersten Bloomberg-Preisstempel nach der Marktschließung unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen abgerechnet (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach der ursprünglichen Abrechnung des relevanten Markts eine Ergebniskorrektur bekannt gegeben wird, die einen Fehler bei der Bekanntgabe des Ergebnisses berichtigt).
      • Alle täglichen und End-of-Day-Intraday-Märkte werden nach dem offiziellen Schlusspreis am Ende des jeweiligen Handelszeitraums unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen abgerechnet (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach der ursprünglichen Abrechnung des relevanten Markts eine Ergebniskorrektur bekannt gegeben wird, die einen Fehler bei der Bekanntgabe des Ergebnisses berichtigt).
    2. 11.2Equities

      • Alle Equity-Märkte werden nach dem offiziellen Bloomberg-Schlusspreis unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen abgerechnet (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach der ursprünglichen Abrechnung des relevanten Markts eine Ergebniskorrektur bekannt gegeben wird, die einen Fehler bei der Bekanntgabe des Ergebnisses berichtigt).
      • Sollte ein Share Split bekannt gegeben werden, wird der Markt gemäß der Netto-Differenz des Werts des neuen Aktienpreises am Ende des Handelstages ermittelt.
    3. 11.3Zinsmärkte

      • Der Markt wird abgerechnet, sobald Betfair das Ergebnis unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen bekannt ist (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach der ursprünglichen Abrechnung des relevanten Markts eine Ergebniskorrektur bekannt gegeben wird, die einen Fehler bei der Bekanntgabe des Ergebnisses berichtigt).
    4. 11.4Hauspreise

      • Um den Markt abzurechnen wird der sogenannte Standardised Average Price (saisonal bereinigt), der von HBOS bereitgestellt wird, verwendet, und die Märkte werden abgerechnet, sobald Betfair das Ergebnis unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen bekannt ist (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach der ursprünglichen Abrechnung des relevanten Markts eine Ergebniskorrektur bekannt gegeben wird, die einen Fehler bei der Bekanntgabe des Ergebnisses berichtigt).
      • Betfair verwendet nur die von HBOS genannten Preise. Wenn die HBOS-Zahlen ausgesetzt werden oder für einen entsprechend langen Zeitraum nicht verfügbar sind, werden alle Wetten ungültig, es sei denn, etwas anderes ist in der Marktinformation geregelt.
      • Alle Quartalsmärkte können unvollständige Märkte sein und daher können jederzeit zusätzliche „Teilnehmer“ hinzugefügt werden, um der Entwicklung der Hauspreise Rechnung zu tragen.
    5. 11.5Währungsmärkte

      • Alle Währungsmärkte werden nach dem ersten Kurspreis abgerechnet, den Bloomberg nach der Schließung des Marktes unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen veröffentlicht (außer wenn innerhalb von 24 Stunden nach der ursprünglichen Abrechnung des relevanten Markts eine Ergebniskorrektur bekannt gegeben wird, die einen Fehler bei der Bekanntgabe des Ergebnisses berichtigt).
  12. Golf

    1. 12.1Allgemeines

      • Turniere werden nur abgerechnet, wenn die in den Wettmarkt-Regeln angegebene Mindestanzahl von Löchern absolviert wurde.
      • Wenn eine Medaillenzeremonie stattfindet, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses während der Zeremonie abgerechnet, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen.
      • Findet keine Medaillenzeremonie statt, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis veröffentlicht wird, das eine falsche Mitteilung des Ergebnisses berichtigt).
      • Wenn ein Spieler nicht zu einem bestimmten Turnier antritt, werden alle auf diesen Spieler abgegebenen Wetten für nichtig erklärt.
      • Spieler, die ein Turnier zunächst beginnen, ihre Teilnahme aber vor dem Ende des Turniers zurückziehen oder disqualifiziert werden, werden als Verlierer abgerechnet.
      • Wenn ein Turnier verkürzt wird und Betfair die Turniermärkte abrechnet, werden alle Wetten, die nach der letzten vollendeten Runde angenommen wurden, ungültig.
      • In den Qualifikationsmärkten ist für jedes Turnier die Anzahl der Golfer entscheidend, die sich gemäß den Bedingungen der Marktinformationen qualifizieren. Ob sie später wirklich antreten, spielt keine Rolle. Märkte werden nach der Qualifikationsphase unabhängig von späteren Ergebniskorrekturen abgerechnet.
      • Wenn ein Turnier oder eine Runde von Anfang an neu gestartet werden, werden alle Wetten für ungültig erklärt, die nach der offiziellen Ausfallzeit platziert wurden. Hiervon ausgenommen sind Märkte, die schon vor Spielende abgerechnet wurden. Wetten auf zwei oder drei Bälle werden nur für ungültig erklärt, wenn sie nach der Abschlagzeit des zweiten oder dritten Balls angenommen werden.
      • Wenn Betfair einen Turnier-Markt nicht aussetzt und offene Wetten zu der in den Marktregeln genannten Zeit nicht storniert, der Markt jedoch später live geht, werden alle Wetten, die zwischen Beginn des Spieltags und der Zeit, zu der der Markt auf live wechselte, angenommen wurden, ungültig.
    2. 12.2Turnierwetten-Vergleichswetten (72-Loch-Vergleichswetten)

      • Wenn ein Spieler seine Teilnahme zurückzieht, bevor er einen Schlag ausgeführt hat, werden alle Wetten auf dem betroffenen Wettmarkt ungültig.
      • Wenn aus irgendeinem Grund kein Spieler eine bestimmte Runde abschließt, wird der Spieler mit der geringsten Schlagzahl aus der Vorrunde als Sieger gewertet.
      • Wenn ein Spieler während einer Runde disqualifiziert wird oder aufgibt, wird diese Runde als für diesen Spieler verloren gerechnet, vorausgesetzt, die Runde wird von mindestens einem anderen Spieler vollendet.
      • Wenn kein Spieler die erste Runde beendet, sind alle Wetten ungültig
    3. 12.3Runden-Wettmärkte (z. B. 2 Bälle, 3 Bälle usw.)

      • Wenn ein Spieler ausscheidet, ohne in einer Runde einen Schlag gespielt zu haben, werden alle Wetten auf den betroffenen Wettmarkt ungültig.
      • Wenn ein Spieler eine Runde nicht vollendet und der Grund dafür ein anderer als Rückzug oder Disqualifikation ist, dann sind alle Wetten ungültig, außer jenen, die bereits abgerechnet wurden.
      • Jeder Spieler, der ausscheidet oder disqualifiziert wird, nachdem er mindestens einen Schlag gespielt hat, wird als Verlierer gerechnet, vorausgesetzt, es beendet mindestens ein anderer Spiele die Runde.
      • Wenn kein Spieler die Runde beendet, werden alle Wetten ungültig.
    4. 12.4Schlagspiel: Hole-by-Hole-Märkte (z. B. Ergebnis eines Spielers an einem bestimmten Loch)

      • Wird ein Loch aus irgendwelchen Gründen nicht beendet, werden alle Wetten auf dieses Loch ungültig, mit Ausnahme der Märkte, die bereits abgerechnet wurden.
      • Märkte werden nach Beenden des Lochs abgerechnet, und spätere Strafschläge oder Disqualifikationen werden nicht mit eingerechnet.
    5. 12.5Vergleichsspiele Hole-by-Hole-Märkte (Ergebnis der Spieler im direkten Vergleich an einem bestimmten Loch)

      • Mit Ausnahme des Falles, in dem ein Spieler oder eine Mannschaft ein Loch vergeben (dabei werden sie als Verlierer eingestuft), gilt: Wenn ein Loch von einem Spieler oder einer Mannschaft nicht beendet wird, werden anders als bei Aufgabe oder Disqualifikation alle Wetten auf das Loch ungültig. Ausgenommen davon sind die Wetten, die bereits abgerechnet wurden.
      • Ein Spieler oder eine Mannschaft, die aufgeben, nachdem ein Schlag auf das Loch ausgeführt wurde, werden als Verlierer eingestuft, vorausgesetzt, mindestens ein anderer Spieler beendet das entsprechende Loch.
      • Wenn ein Spieler oder eine Mannschaft keinen Schlag ausführen, sind alle Wetten ungültig.
      • Märkte werden nach Beenden des Lochs abgerechnet, und spätere Strafschläge oder Disqualifikationen werden nicht mit eingerechnet.
  13. Hunderennen

    1. 13.1Allgemeines

      • Alle Wetten (einschließlich Wetten auf Antepost- und lizenzierte australische Märkte) werden auf eine Trap-Nummer abgeschlossen. Die Namen der Windhunde dienen ausschließlich zu Informationszwecken.
      • Wettmärkte werden entsprechend des offiziellen Ergebnisses abgerechnet, sobald dieses grünes Licht bekommen, sei es per Ansage oder Anzeige. Nachfolgende Disqualifikationen, Berufungsverfahren und Ergebniskorrekturen haben keine Auswirkung.
      • Wenn ein Non-Runner oder Reservestarter benannt wird, werden alle Wetten, die vor der Aktualisierung des Marktes platziert wurden, für nichtig erklärt (außer gewisser SP-Wetten, gemäß Paragraph 9.5 in Teil B oberhalb)
      • Wenn keiner der Starter eines Rennens das Ziel erreicht oder ein Rennen für ungültig erklärt wird, bevor ein offizielles Ergebnis bekannt gegeben wird, dann sind automatisch alle Wetten auf diesen Lauf ungültig.
      • Sollte sich der Austragungsort einer Veranstaltung geändert haben, nachdem der Markt bei Betfair online gegangen ist, sind alle bis dahin abgeschlossenen Wetten ungültig.
      • In Antepost-Märkten sind alle auf einzelne Windhunde platzierten Wetten gültig, unabhängig davon, ob die Hunde laufen oder nicht. Alle Antepost-Märkte werden ungültig, wenn eine Rennveranstaltung abgesagt wird oder sich der Austragungsort ändert.
    2. 13.2Trap Challenge

      • Wetten auf dem Markt „Trap Challenge“ richten sich danach, aus welchem Startkäfig während einer Hunderennen-Veranstaltung die meisten Sieger starten. Andere Regeln können gemäß den Bestimmungen in den Marktinformationen gelten.
      • Diese Wettmärkte bleiben von allen Änderungen durch Non-Runner oder Reservestarter unbeeinflusst.
      • Bei einem toten Rennen erhält jeder Startkäfig einen halben Sieg. Bei einem 3-fachen toten Rennen wird an jeden Startkäfig ein Drittel von einem Sieg vergeben usw.
      • Es gelten die standardmäßigen Regeln für tote Rennen, wenn am Ende beider Begegnungen für mindestens zwei Startkäfige dieselbe Anzahl an Siegern vorliegt.
      • Wenn eine gesamte Rennveranstaltung abgebrochen wird, sind alle Wetten ungültig. Falls jedoch zumindest ein Lauf ins Ziel kommt, bleiben die darauf abgeschlossenen Wetten gültig.
    3. 13.3Multi-Trap oder Multiplied Trap Numbers

      • „Multi-Trap“-Wetten oder Einsätze auf „Multiplied Trap Numbers“ beziehen sich, soweit nicht anders in den Marktinformationen beschrieben, auf die Summe der siegreichen Startkäfige multipliziert mit der Startbox-Nummer des jeweiligen Zweitplatzierten jedes Laufes einer Rennveranstaltung. Ist die kumulative Summe keine runde Zahl, wird diese aufgerundet, und daraus ergibt sich die relevante kumulative Summe.
      • Diese Wettmärkte bleiben von allen Änderungen durch Non-Runner oder Reservestarter unbeeinflusst.
      • Wird ein Rennen abgesagt, für ungültig erklärt, abgebrochen oder erreicht nur ein Starter das Ziel, werden Achter-Hunderennen mit 20 Punkten gewertet, und alle übrigen Läufe mit 12 Punkten.
      • Wenn eine gesamte Rennveranstaltung abgebrochen wird, sind alle Wetten ungültig. Wird jedoch zumindest ein Rennen beendet, behalten die Wetten für diesen Markt ihre Gültigkeit, und die übrigen Läufe mit acht Startern erhalten 20 Punkte. Alle restlichen erhalten zwölf Punkte.
      • Wiederholte Rennen werden wie abgebrochene Rennen gehandhabt.
      • Kommt es zu einem „Toten Rennen“ um den Sieg zwischen zwei Startern, wird die relevante „Multi-Trap-Number“ errechnet, indem man die Startkäfig-Nummern der beiden betreffenden Windhunde miteinander multipliziert.
      • Kommt es zu einem „Toten Rennen“ um den Sieg zwischen mindestens drei Hunden, werden die Startkäfig-Nummern dieser Starter zuerst addiert und dann durch ihre Anzahl dividiert. Das Ergebnis wird mit sich selbst multipliziert, und man erhält die relevante „Multi-Trap-Number“ (auch wenn das Ergebnis keine gerade Zahl ist). Hier ein Beispiel: Wir haben ein „Totes Rennen“ für Platz 1, beteiligt sind die Startkäfige 1, 3 und 6. Addiert ergeben diese Zahlen eine Summe von 10. Dividieren Sie diese Summe durch die Anzahl der an dem „Toten Rennen“ beteiligten Windhunde (3), und Sie erhalten 3,33. Multiplizieren Sie 3,33 mit sich selbst und Sie kommen auf 11,11.
      • Kommt es zu einem „Toten Rennen“ um den zweiten Platz eines Rennens zwischen zwei und mehr Hunden, dann addieren Sie die Startkäfig-Nummern, der an diesem „Toten Rennen“ beteiligten Windhunde, und dividieren die Summe durch deren Anzahl. Sie erhalten die relevante „Multi-Trap-Number“, wenn Sie das Ergebnis der vorangegangenen Division nun mit der Startkäfig-Nummer des Siegers in diesem Rennen multiplizieren (auch wenn sich daraus keine runde Zahl ergibt) Hier ein Beispiel: Startkäfig 1 gewinnt das Rennen, und Käfig 3 und 6 im „Toten Rennen“ um den zweiten Platz. Die Summe der beiden Käfig-Nummern der am „Toten Rennen“ beteiligten Hunde ergibt 9. Dividieren Sie dieses Ergebnis durch die Anzahl der beteiligten Starter am „Toten Rennen“ um Rang zwei (2), und Sie erhalten 4,5. Multiplizieren Sie nun die 4,5 mit der Startkäfig-Nummer des Sieger-Hundes (1), und Sie kommen auf die relevante „Multiple-Trap-Number“ 4,5.
    4. 13.4Vorsprung des Siegers

      • Bei „Vorsprung des Siegers“-Wetten wird auf die Summe der Sieger-Abstände aller Wettkämpfe während eines Wettrennens gewettet, sofern in der jeweiligen Marktinformation nicht anders angegeben.
      • Der maximale Vorsprung des schnellsten Hundes in einem Wettkampf beträgt zehn Längen.
      • Beendet nur ein Windhund das Rennen, gilt ein Sieger-Abstand von zehn Längen.
      • Wird ein Rennen abgesagt, für ungültig erklärt, oder abgebrochen, gilt ein Sieger-Abstand von zwei Längen.
      • Wiederholte Rennen werden wie abgebrochene Rennen gehandhabt.
      • Bei Zieleinlauf-Abständen von unter einer halben Länge wird folgende Einteilung angewandt: eine Nasenlänge 0,1; Kopf 0,2; Nacken 0,3.
      • Die Summe aller Sieger-Abstände wird am Ende einer Rennveranstaltung auf die nächst größere ganze Zahl ab- oder aufgerundet (ab x,5 aufrunden). Der Wettmarkt wird nach diesem Ergebnis abgerechnet.
      • Wenn eine gesamte Rennveranstaltung abgebrochen wird, sind alle Wetten ungültig. Wenn jedoch zumindest ein Lauf beendet wird, werden die verbleibenden Rennen mit jeweils zwei Längen verrechnet, und die Wetten bleiben stehen.
    5. 13.5Vergleichswetten

      • „Vergleichswetten“ werden vom Windhund mit der höchsten Zieleinlauf-Position eines Rennens oder eines Wettkampfs entschieden. Kommt keiner der startenden Hunde in einem Rennen ins Ziel, sind die Wetten ungültig. Wenn nur ein Hund die Ziellinie überquert, wird dieser Windhund als Sieger ausgerufen. Wird ein Non-Runner oder ein Reservestarter benannt, sind alle Wetten ungültig.
      • „Vergleichswetten“ auf das Weiterkommen eines Hundes in einem Wettkampf werden von dem Starter entschieden, der sich Runde für Runde am weitesten durchschlagen kann (dabei ist egal, ob dieser Hund auch in der Runde startet, für die er sich zuletzt qualifizierte). Wenn die betroffenen Windhunde sich nicht im selben Lauf qualifizieren, sondern in verschiedenen Läufen, dann gelten die Regel für ein „Totes Rennen“. Dabei spielen die Endplatzierungen in ihren jeweiligen Läufen keine Rolle.
    6. 13.6Reverse Forecasts

      • „Reverse Forecast“-Wettmärkte werden von jenen Hunden entschieden, die ein Rennen als Erst- und Zweitplatzierte beenden.
      • Falls ein „Totes Rennen“ die „Reverse Forecast“-Wette beeinflussen sollte, gelten die Betfair Regeln für ein „Totes Rennen“.
    7. 13.7Platzierungs-Märkte

      • Die Anzahl der Gewinner in einem „Platzierungs-Markt“ ist in den jeweiligen Marktinformationen festgelegt und wird in Abhängigkeit von der Betfair bekannten Starter-Anzahl bestimmt, wenn der Wettmarkt online geht.
      • Einmal eröffnet wird die Gewinner-Anzahl eines „Platzierungs-Marktes“ (entsprechend der Wettmarkt-Regeln) von „Non-Runnern“ nicht weiter beeinflusst. Wenn die Zahl der möglichen Sieger gleich oder größer ist als die Zahl der Starter, sind alle Wetten in diesem Markt ungültig.
    8. 13.8„Qualifikations-Märkte“ oder „Finalteilnehmer-Märkte“

      • „Finalteilnehmer-Märkte“ werden von den Hunden entschieden, die nach der ersten offiziellen Finalziehung als Finalteilnehmer bekannt gegeben werden.
      • „Qualifikations-Märkte“ werden von den Hunden entschieden, die sich für die relevanten Läufe qualifizieren. Dabei ist irrelevant, ob diese Starter tatsächlich in der nächsten Runde antreten oder nicht.
      • „Finalteilnehmer-Märkte“ oder „Qualifikations-Märkte“ werden nach den Qualifikationsläufen ausbezahlt, und jede später folgende Disqualifikation oder Ergebnisänderung bleibt ohne Auswirkung.
    9. 13.9Ante-Post

      • Sollte ein in einem Antepost-Markt geführter Windhund sterben, wird Betfair die verfügbaren Informationen nutzen, um den Zeitpunkt des Todes festzustellen. Danach wird Betfair in vernünftigem Rahmen feststellen, ob es sich um einen favorisierten Teilnehmer („Material Runner“) in diesem Markt gehandelt hat. Dabei wird Betfair die allgemeine Quote dieses Hundes direkt vor seinem Tod zurate ziehen, sowohl im Betfair Markt als auch industrieweit. Betfair stuft einen Teilnehmer als favorisiert ein, wenn er mit einer Siegchance von 8 bis 10% oder besser bewertet wird.
      • Wenn der betroffene Teilnehmer von Betfair als favorisiert eingestuft wird, werden alle auf diesem Wettmarkt zwischen dem Tod des Hundes und dem Zeitpunkt, zu dem der Wettmarkt ausgesetzt wurde, abgeschlossene Wetten (auf jede Auswahl), für nichtig erklärt. Außerdem werden alle offenen Wetten gelöscht, bevor der Wettmarkt wieder eröffnet wird.
      • Wenn der betroffene Teilnehmer von Betfair als nicht favorisiert eingestuft wird, werden nur auf diesem Wettmarkt zwischen dem Tod des Hundes und dem Zeitpunkt, zu dem der Wettmarkt ausgesetzt wurde, auf den verstorbenen Hund abgeschlossene Wetten, für nichtig erklärt. Offene Wetten werden in diesem Fall nicht gelöscht, bevor der Wettmarkt wieder eröffnet wird.
      • Wetten, die für Hunde angenommen wurden, die ihre Teilnahme an einem bestimmten Teilnahmelevel bereits verwirkt haben, oder für Hunde, die sich bis zum geltenden Qualifikationsdatum nicht qualifiziert haben, werden für nichtig erklärt, sofern für das betreffende Rennen keine Ersatznominierungen („Subsequent Supplementary Entry Stage“) vorgesehen sind.
      • Sollte ein Rennen verschoben oder für den gleichen Veranstaltungsort an einem neuen Datum festgelegt werden, so behalten Antepost-Wetten ihre Gültigkeit, sofern die Teilnahme nicht wieder eröffnet wird. In diesem Fall werden die Wetten für nichtig erklärt werden.
    10. 13.10Spezifische australische Regeln für Non-Runner

      • Ungeachtet der oben genannten Regeln gelten für benannte Non-Runner in australischen Märkten für Hunderennen die folgenden Regeln.
      • Wenn ein Hund als Non-Runner bekannt gegeben wird, nachdem der Markt geladen wurde und bevor das Rennen begonnen hat, wird er entfernt, und alle Wetten auf dem Markt, die vor der Aktualisierung des Markts bei Betfair angenommen wurden, werden für nichtig erklärt.
      • Wenn nach dem Ende des Rennens ein Hund durch die Stewards als Non-Runner benannt wird, rechnet Betfair den Markt erneut ab und erklärt alle Wetten für nichtig, die ausschließlich auf diesen Teilnehmer platziert wurden. Betfair wendet anschließend basierend auf der gewichteten Durchschnittsquote für diesen Teilnehmer einen Reduktionsfaktor auf alle Wetten an, die auf den Gewinner (oder bei Platzierungs-Märkten auf Platzierte) gesetzt wurden.
  14. Pferderennen

    1. 14.1Allgemeines

      • Alle Einzelrennen-Märkte werden gemäß dem offiziellen „Weigh-in“-Ergebnis (oder seinem Äquivalent) entschieden. Nachfolgende Disqualifikationen, Berufungsverfahren und Ergebniskorrekturen haben keine Auswirkung.
      • Wird ein Rennen abgesagt bzw. in anderer Art und Weise für ungültig erklärt oder es kommt zu einem „Walkover“, so werden alle Wetten auf dieses Rennen ungültig.
      • Sollte sich der Austragungsort einer Veranstaltung geändert haben, nachdem der Markt bei Betfair online gegangen ist, sind alle bis dahin abgeschlossenen Wetten ungültig.
      • Wenn ein Rennen nicht am eigentlich geplanten Tag stattfindet, werden alle betroffenen Wetten für nichtig erklärt.
      • Wenn der angegebene Rennbelag geändert wird (z. B. von Rasen zu Sandbahn), bleiben alle betroffenen Wetten gültig.
    2. 14.2Antepost

      • In Antepost-Märkten bleiben alle Wetten auf ein bestimmtes Pferd gültig, unabhängig davon, ob dieses Pferd startet oder nicht.
      • Für Rennen im Vereinigten Königreich und Irland gilt: Wenn ein Pferd abgewählt wird, werden alle betroffenen Wetten für nichtig erklärt.
      • Sollte ein im Antepost-Markt aufgeführtes Pferd sterben, so wird sich Betfair bemühen, den genauen Todeszeitpunkt des Pferdes festzustellen. Danach wird Betfair bestimmen (in vernünftigem Rahmen), ob es sich bei dem Pferd um einen Mitfavoriten („Material Runner“) gehandelt hat. In Fällen, in denen von offizieller Seite der Rückzug eines Pferdes aus dem Antepost-Rennen („scratched“) gemeldet wird, wird Betfair ähnliche Bestimmungen vornehmen. Um diese Feststellung zu treffen, wird Betfair den allgemeinen Preis unmittelbar vor dem Tod des Pferdes (oder unmittelbar vor der Information des Rückzuges – scratch) zurate ziehen, sowohl auf dem Betfair Markt als auch industrieweit. Im Allgemeinen wird ein Pferd als Mitfavorit gewertet, wenn seine Gewinnchancen bei mindestens 8 bis 10% liegen.
      • Sollte Betfair entscheiden, dass es sich um einen Mitfavoriten gehandelt hat, werden alle auf dem Wettmarkt zwischen dem Todeszeitpunkt des Pferdes (oder unmittelbar vor der formellen Information des Rückzuges – scratch) und der Aussetzung des Marktes abgeschlossenen Wetten (auf alle Auswahlen) für nichtig erklärt, und vor der Wiedereröffnung des Wettmarktes werden alle offenen Wetten gelöscht.
      • Sollte Betfair entscheiden, dass es sich bei dem Pferd nicht um einen Mitfavoriten gehandelt hat, so werden lediglich alle zwischen dem Todeszeitpunkt des Pferdes (oder unmittelbar vor der formellen Information des Rückzuges – scratch) und der Aussetzung des Marktes auf das betroffene Pferd abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt, und offene Wetten werden vor Wiedereröffnung des Wettmarktes nicht gelöscht.
      • Alle Wetten, die für Pferde angenommen wurden, nachdem deren Starterlaubnis in der Qualifikationsphase verwirkt wurde, oder die für Pferde angenommen wurden, welche sich nicht bis zum für die Veranstaltung entscheidenden Zeitpunkt qualifiziert haben, sind ungültig, sofern für das fragliche Rennen nicht eine zusätzliche Qualifikationsmöglichkeit besteht.
      • Beachten Sie bitte, dass Teilnehmer, die nicht für die verschiedenen Teilnahmephasen gemeldet wurden, von den betroffenen Rennmärkten entfernt und alle Quoten für angenommene Kundenwetten auf 1,0 gestellt werden können. Dies gilt auch dann, wenn zusätzliche Rennen zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen sind. Wenn es so aussieht, als würde ein bestimmter Teilnehmer das Teilnehmerfeld aufstocken, so wird dieser Teilnehmer reaktiviert, und alle angenommenen Kundenwetten werden auf die ursprünglichen Quoten zurückgesetzt.
      • Bei Antepost-Wetten werden keine Einschränkungen der „Non-Runner-Regel von Betfair“ geltend gemacht.
      • Alle betroffenen Wetten werden für nichtig erklärt, wenn Folgendes auf Veranstaltungen zutrifft: Absage ohne neuen Termin; oder Neuansetzung und Austragung an neuem Veranstaltungsort; oder Neuansetzung und Neuansetzung an einem anderen Tag am selben Veranstaltungsort mit offenem Teilnehmerfeld oder Zurücksetzung auf eine vorherige Teilnahme- oder Ernennungsphase, vorausgesetzt, es werden neue Pferde gemeldet oder erneut gemeldet, und solche Teilnehmer oder Nennungen werden von Betfair in eigenem Ermessen als Wettfavoriten für das Rennen erachtet. Wenn ein Rennen verschoben oder für einen anderen Tag am selben Veranstaltungsort neu angesetzt wird, bleiben alle betroffenen Wetten gültig, wenn sich Teilnehmer/Nennungen zum Zeitpunkt der Verschiebung nicht ändern oder vor dem neu angesetzten Rennen dem Feld nicht-favorisierte Teilnehmer hinzugefügt werden.
    3. 14.3Bedingungen für Platzierungs-Wetten

      • Die Anzahl der Gewinner in einem „Platzierungs-Markt“ ist in den jeweiligen Marktinformationen festgelegt und wird in Abhängigkeit von der Betfair bekannten Starter-Anzahl bestimmt, wenn der Wettmarkt online geht.
      • Sobald der Markt geöffnet ist, wird die Anzahl an Gewinnern in Platz-Wettmärkten nicht durch weitere Non-Runner beeinflusst.
      • Ist die Anzahl der Gewinner (entsprechend der Wettmarktinformation) gleich oder höher als die Anzahl der Starter, werden alle Wetten auf diesem Markt ungültig.
      • Wenn die Anzahl der platzierten Pferden kleiner ist als die Anzahl der möglichen Gewinner, wie in der Marktinformation angegeben, werden als Gewinner nur das platzierte Pferd oder die Pferde gewertet.
    4. 14.4Sieg-/Platz-Märkte

      • Der Platzierungs-Anteil einer Sieg-/Platz-Wette wird gemäß der Anzahl der Platzierungen abgerechnet sowie anteilige anhand des Gewinns für den Sieg-Anteil, der von den Marktinformationen ausgewiesen wird.
      • Zum Beispiel: „Sieg/Platz-Bedingungen: Quote von 1/5, 3 Plätze“. Der Wert von 1/5 wird auf herkömmliche Quoten und Bruch-Quoten angewendet, die 1 geringer als Dezimalquoten liegen, d. h. die Berechnung der Platzierungs-Quoten im Verhältnis zu einer Sieg-Quote von 8,0 lautet für diesen Markt ((8,0 - 1) / 5) + 1 = 2,4.
      • Sobald der Markt geöffnet ist, wird die Anzahl an Gewinnern in Platz-Wettmärkten nicht durch weitere Non-Runner beeinflusst, es sei denn die Anzahl der Platzierungen, die vom entsprechenden Platzierungs-Markt angeboten werden, ist größer oder gleich der Anzahl der Starter. In einem solchen Fall wird bei der Abrechnung der Platzierungs-Anteil einer Platzierungswette für nichtig erklärt.
    5. 14.5Gewinnabstand-Wetten

      • Wenn in der Marktinformation nicht anders beschrieben, beziehen sich Wetten auf einen „Gewinnabstand“ immer auf die Summe aller „Gewinnabstände“ jedes Rennens an einem bestimmten Renntag oder einer bestimmten Rennveranstaltung.
      • Beim Gewinnabstand in einem Rennen handelt es sich immer um den offiziell angegebenen Abstand zwischen den beiden bestplatzierten Pferden, die den Zielpfosten passiert haben. Sollte jedoch das erste oder zweite Pferd disqualifiziert werden, wegen (i) inkorrekten getragenen Gewichts, (ii) Wahl falschen Kurses/Streckenverlaufs, (iii) Verfehlung des Jockeys beim Weigh-In insgesamt oder bei zu leichtem Ergebnis, so ist in jedem Fall der Gewinnabstand der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Pferd entsprechend des offiziellen Ergebnisses.
      • Für diesen Wettmarkt werden die maximalen „Gewinndistanzen“ in allen Einzelrennen auf 12 Längen für die flache Distanz und auf 30 Längen für „National-Hunt“-Rennen (schließt auch „National-Hunt-Flat“-Rennen mit ein) festgelegt. Diese maximalen „Gewinndistanzen“ werden auch angewandt, wenn nur ein Pferd ein Rennen beendet. Für Distanzen unter einer halben Länge tritt folgende Einteilung in Kraft:
        • Nasenlänge: 0,05
        • Kurzer Kopf: 0,1
        • Kopf: 0,2
        • Kurzer Nacken: 0,25
        • Nacken: 0,3
      • Wenn in einer Rennveranstaltung drei oder mehr Rennen abgesagt oder für ungültig erklärt werden, dann werden alle Wetten auf die „Gewinndistanz“ ungültig, sofern der gesamte Wettmarkt nicht unabhängig entschieden wurde.
      • Wenn nur ein oder zwei Rennen abgesagt oder für ungültig erklärt werden, werden die „Gewinndistanz“-Wetten mit einem Richtwert für jedes abgesagte oder ungültige Rennen errechnet. Für ein Rennen auf der flachen Distanz gilt ein Richtwert von 2 Längen. Für ein „National-Hunt“-Rennen sind 10 Längen der Richtwert.
      • Wird ein Walkover angekündigt, nachdem eine bestimmte Wette auf die Gewinndistanz zum ersten Mal auf der Betfair Wettbörse verfügbar ist, werden die folgenden Gewinndistanzen für das Rennen angelegt, bei dem es zu einem Walkover kam:
        • Flache Distanz: 5 Längen
        • „National Hunt“: 12 Längen
      • Wird ein Walkover angekündigt, bevor eine bestimmte Wette auf die Gewinndistanz auf der Betfair Wettbörse verfügbar ist, wird für diesen Wettmarkt (sobald er verfügbar ist) das Rennen, bei dem es zu einem Walkover kam, nicht berücksichtigt. Die Gewinndistanz wird ausschließlich anhand der verbleibenden Rennen ermittelt.
    6. 14.6Betfair Regel für „Non-Runner“

      • Die Regel für „Non-Runner“ von Betfair bezieht sich auf die Anpassung von Quoten bereits angenommener Wetten, wenn ein Pferd in einem Rennen zum Non-Runner erklärt wird. Um eine entsprechende Anpassung vorzunehmen, bedient sich Betfair eines Reduktionsfaktors für die verbliebenen Starter. Der einem Non-Runner zugewiesene Reduktionsfaktor basiert auf einer Wahrscheinlichkeitsrechnung (deren Einzelheiten weiter unten aufgeführt sind) bezüglich der Siegchancen des betreffenden Pferdes (oder seiner Platzchancen usw.) und wird angewandt für bereits angenommene Wetten auf andere Starter im entsprechenden Markt bzw. in den entsprechenden Märkten.
      • Alle für ein Rennen angemeldeten Pferde, die der Aufforderung zum Start nicht Folge leisten, werden als Non-Runner bezeichnet.
      • Wird ein Markt von Betfair eröffnet, ist jedem Pferd ein Reduktionsfaktor zugeteilt, der auf einem prognostizierten Preis basiert und als Prozentangabe ausgedrückt ist.
        1. Genaue Reduktionsfaktoren werden nur im Falle eines „Non-Runners“ auf Auswahlen angewendet. Sobald ein Pferd zu einem Non-Runner erklärt wurde, erhält jede Auswahl einen entsprechenden Reduktionsfaktor. Reduktionsfaktoren können von Betfair in eigenem Ermessen zu jedem beliebigen Zeitpunkt während der Markt offen ist (bis nach dem Rennen) geändert werden.
        2. Diese Reduktionsfaktoren können für den australischen Markt je nach Marktaktivität im Ermessen von Betfair regelmäßig aktualisiert werden. Doch ab ca. 5 Minuten vor dem geplanten Start eines Rennens werden diese nur noch in außergewöhnlichen Situationen aktualisiert.
      • Reduktionen tauchen in Gewinn- wie in Platzierungs-Märkten auf, werden aber unterschiedlich angewandt (wie im Folgenden beschrieben). Des Weiteren werden einem Pferd auf unterschiedlichen Wettmärkten verschiedene Reduktionsfaktoren zugewiesen.
      • Hat Betfair in Erfahrung gebracht, dass ein Pferd als „Non-Runner“ bestätigt wird, passiert Folgendes:
      • Alle auf dieses Pferd abgeschlossenen Wetten werden ungültig und der „Non-Runner“ wird aus dem Wettmarkt entfernt.
      • Ist der Reduktionsfaktor eines Non-Runners auf dem Gewinner-Markt 2,5 Prozent oder höher, werden die angebotenen Quoten aller abgeschlossenen Wetten auf die im Rennen verbleibenden Pferde um einen Betrag vermindert, der mit dem finalen Reduktionsfaktor des Non-Runners identisch ist. Alle noch nicht angenommen Lay-Wetten auf eines der verbleibenden Pferde werden vom Markt genommen. Ist der Reduktionsfaktor eines Non-Runners auf dem Gewinner-Markt kleiner als 2,5 Prozent, treten keine Reduktionen in Kraft, und Wetten, die noch nicht angenommen wurden, verbleiben auf dem Markt.
      • Auf dem Platzierungs-Markt treten immer die Reduktionsfaktoren für alle Non-Runner in Kraft (auch wenn der Faktor kleiner als 2,5 Prozent ist). Der potenzielle Gewinn in Bezug auf abgeschlossene Wetten auf im Rennen verbleibende Pferde wird um einen Betrag vermindert, der mit dem finalen Reduktionsfaktor des Non-Runners identisch ist. Nur wenn der Reduktionsfaktor eines Non-Runners die 4-Prozent-Marke erreicht, werden alle noch nicht angenommenen Wetten, die auf das „Lay“ verbleibender Starter angeboten werden, vom Markt genommen.
      • Alle Reduktionsfaktoren der im Rennen verbleibenden Pferde werden angepasst, um ihrer verbesserten Gewinnchance gerecht zu werden.
      • Reduktionsfaktoren finden keine Anwendung auf abgeschlossenen In-Play-Wetten. Sollte ein Markt jedoch fehlerhaft zu früh in den In-Play-Status geschaltet werden (oder z. B. bei einem Fehlstart), unterliegen alle in dieser Zeit angenommenen Wetten allen eventuellen späteren Reduktionsfaktoren, sofern der In-Play-Status aufgehoben wird, bevor das Rennen beginnt. Im Falle eines verspäteten Startverzichts behält sich Betfair das Recht vor, das betreffende Pferd nach Beendigung des Rennens aus der Starter-Liste und vom Markt zu nehmen. Danach werden nur diejenigen Wetten, die vor Start des Rennens angenommen wurden, vom anzuwendenden Reduktionsfaktor beeinflusst.
      • Im Falle, dass ein "Non-Runner" aufgrund eines Fehlers oder wegen falscher Informationen von einer Rennliste entfernt wurde, wird Betfair den Starter und alle zuvor auf dieses Pferd abgeschlossenen Wetten wieder in Kraft setzen. Alle Wetten, die während der Phase des Rückzugs vom Rennen und der Wiederaufnahme in die Rennliste abgeschlossen wurden, sind automatisch auf dem Platz -und dem Sieg-Markt ungültig. Der Reduktionsfaktor, der während der Entfernung Gültigkeit besaß, wird rückgängig gemacht, und die ursprünglichen Quoten werden wieder eingesetzt.
      • Jegliche Non-Runner werden aus den jeweils relevanten Wettmärkten genommen. Dies geschieht in der Reihenfolge, in der diese Betfair bekannt werden. Falls Betfair im selben Moment vom Auftreten von mehr als einem Non-Runner erfährt, werden diese gemäß der Reihenfolge, die auf der jeweiligen Rennkarte angegeben ist, entfernt.
      •  Wenn ein Starter aufgrund eines Fehlers oder einer unzutreffenden Information in Bezug die Teilnahme des Starters nicht in einem Markt enthalten ist, behält sich Betfair das Recht vor, den fehlenden Starter jederzeit vor der Abrechnung dem Markt hinzuzufügen (auch nach dem Ende des Rennens), vorausgesetzt, dass der fehlende Starter von Betfair als nicht favorisiert eingestuft wurde (d. h., dass es sich um eine Auswahl mit einem Reduktionsfaktor von höchstens 2,5% auf dem Gewinner-Markt handelt). In solchen Fällen sind alle vor dem Rennen nicht angenommenen und angenommenen Wetten gültig. Wenn der Starter jedoch nicht vor dem Beginn des Rennens hinzugefügt wird, werden alle In-Play-Wetten für nichtig erklärt. Wenn es sich bei dem fehlenden Starter jedoch um einen Favoriten handelt, ist der beeinträchtigte Markt ungültig, und es wird nach Möglichkeit ein neuer Markt geladen.
    7. 14.7Reduktionsverfahren für Wettbörsenmärkte

      • Auf dem Sieg-Markt werden Reduktionen auf die angebotenen Quoten angewandt.
      • Ein Beispiel: Liegt der Reduktionsfaktor eines Non-Runners bei 25%, wird der gehandelte Marktwert aller zuvor auf die im Rennen verbleibenden Pferde abgeschlossenen Wetten um 25% herabgesetzt – eine Quote von 8,0 würde dann zu 6,0 werden usw. Und dieser Wert würde noch weiter herabgesetzt werden, wenn nachfolgend noch ein weiteres Pferd von der Starterliste genommen und zum Non-Runner erklärt wird.
      • Auf dem Platzierungs-Markt werden Reduktionen ausschließlich auf den potenziellen Gewinn angewandt und nicht auf die eigentliche Quote.
      • Auch hier ein Beispiel: Liegt der abschließende Reduktionsfaktor eines Non-Runners bei 25%, werden alle zuvor auf die im Rennen verbleibenden Pferde abgeschlossenen Wetten um 25% herabgesetzt – ein Marktwert von 8,0 würde dann zu 6,25. In einem weiteren Beispiel platzieren wir eine €10-Wette auf ein Pferd, das zu einer Quote von 8,0 läuft, was einen potenziellen Gewinn von €70 ergibt. Wird nun in diesem Rennen ein Non-Runner mit einem Reduktionsfaktor von 25% ausgerufen, werden diese 25% direkt vom potenziellen Gewinn von €70 abgezogen. So bleibt ein potenzieller Gewinn von €52,50. Auf die Quote umgerechnet bedeutet dies einen modifizierten Wert von 6,25.
      • Die Wettquote würde noch weiter herunter gehen, wenn nachfolgend ein oder mehrere andere Pferde zu Non-Runnern erklärt werden würden. Die Quote kann jedoch nicht unter einen Wert von 1,01 sinken.
      • Reserve-Starter: Ein Reserve-Starter kann in den relevanten Wettmärkten auftauchen. Dieser wird jedoch so lange keinen anzuwendenden Reduktionsfaktor mit sich bringen, bis Betfair die offizielle Bestätigung erhalten hat, dass der Reserve-Starter ein bestätigter Teilnehmer ist. In diesem Fall findet danach ein Reduktionsfaktor Anwendung.
      • Zur Vermeidung von Missverständnissen: Jeder auf einen nicht antretenden Teilnehmer anwendbare Reduktionsfaktor, der von einem Reserve-Starter ersetzt wurde, wird auf alle auf dem betroffenen Wettmarkt vor der Entfernung des nicht antretenden Teilnehmers durch Betfair platzierten Wetten angewendet. Ebenso gilt: Wird ein Reserve-Starter als Teilnehmer bestätigt, der dann jedoch nicht am Rennen teilnimmt, wird ein auf diese nicht teilnehmende Auswahl anwendbarer Reduktionsfaktor auf alle Wetten angewendet, die vor der Entfernung dieses Teilnehmers durch Betfair von diesem Wettmarkt abgeschlossen wurden.
    8. 14.8Zusätzliche Regeln

      • Kartennummern dienen nur als Orientierungshilfe: Wetten werden auf ein benanntes Pferd gesetzt.
      • Pferde können nicht kombiniert werden.
      • Wenn ein Pferd nur für „Purse Money“ läuft, gilt dies im Wettgeschäft als Non-Runner. Sollte dies zur Folge haben, dass die Anzahl der möglichen in der Wettmarktinformation angegebenen Sieger gleich oder größer ist als die Anzahl der Teilnehmer im entsprechenden Betfair Wettmarkt, so werden alle Wetten auf diesem Wettmarkt für nichtig erklärt.
  15. Eishockey

    • Alle Wetten auf die „reguläre Spielzeit“ werden auf das Spielergebnis nach regulärer Spielzeit plus Nachspielzeit, aber ohne Verlängerung ausbezahlt. Alle Wetten auf „Moneyline“-Märkte richten sich nach dem Ergebnis der regulären Spielzeit inklusive der Verlängerung und eventuell stattfindender Shootouts.
    • Handicap-Märkte, einschließlich „Puck Line“-Märkten (d. h. Handicap-Märkte in Spielen der National Hockey League), werden basierend auf dem Ergebnis der regulären Spielzeit inklusive Verlängerung und eventuell stattfindender Shootouts abgerechnet.
    • Beginnt eine Begegnung nicht am angekündigten Spieltermin und wird nicht innerhalb von drei vollen Tagen beendet, werden alle Wetten ungültig, es sei denn, sie wurden bereits unabhängig abgerechnet.
    • Beginnt ein Spiel, wird aber im späteren Verlauf abgebrochen oder verschoben, müssen innerhalb eines Zeitraums von drei vollen Tagen (a) 55 Minuten der Begegnung gespielt sein oder (b) der relevante und verantwortliche Verband muss ein offizielles Ergebnis bekannt gegeben haben. In allen anderen Fällen werden die Wetten ungültig; abgesehen natürlich von den Wettmärkten, die unabhängig davon entschieden wurden. Kommt es zu einem Unentschieden, gelten im Fall von „Moneyline“-Wetten (dort sind keine Unentschieden vorgesehen) die Regeln für ein „Totes Rennen“.
  16. Motorsport (dies kann u. a. Formel 1, Superbikes und Speedway beinhalten)

    • Für den Fall eines Rennabbruchs ohne gewertete Podiumsplatzierungen oder ein offizielles Resultat werden alle abgeschlossenen Wetten für ungültig erklärt, es sei denn, sie wurden bereits unabhängig abgerechnet.
    • Sollte sich der Austragungsort einer Veranstaltung geändert haben, nachdem der Markt bei Betfair online gegangen ist, sind alle bis dahin abgeschlossenen Wetten ungültig.
    • Bei „Head-to-Head-Wetten“ (z. B. Vergleichswetten) gilt der Fahrer/Pilot als Sieger, der entweder die Ziellinie als Erster überquert oder die höhere Anzahl von Runden fährt.
    • Beim Speedway ist eine Wette dann ungültig, wenn nicht alle Einzelläufe oder Langbahnrennen einer Veranstaltung oder eines Liga-Vergleichs beendet wurden, außer die Wette wurde bereits unabhängig abgerechnet.
    • Für alle Wetten gilt: Sollte es keine Podiums- oder Medaillenzeremonie geben, aber die Wettregeln besagen, dass der Markt entsprechend des Ergebnisses zum Zeitpunkt einer solchen Zeremonie abgerechnet wird, so wird das offizielle Ergebnis des zuständigen Dachverbandes für die Abrechnung herangezogen, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen und/oder Ergebnisänderungen (außer wenn eine Änderung innerhalb von 24 Stunden verkündet wird und der Korrektur eines fehlerhaft gemeldeten Ergebnisses dient).
  17. Rudern

    • Wenn eine Mannschaft oder ein Individualsportler zu einem Rennen antritt, dieses aber nicht beendet, wird er als Verlierer gewertet – immer vorausgesetzt, eine andere Mannschaft oder ein anderer Individualsportler überquert die Ziellinie. Wenn keine Mannschaft oder Individualsportler das Ziel erreichen, sind alle Wetten ungültig.
    • Wenn eine Regatta abgebrochen wird, werden alle Wetten für nichtig erklärt. Hiervon ausgenommen sind die Wetten auf Märkten, die bereits unabhängig abgerechnet wurden.
    • Wenn eine Medaillenzeremonie stattfindet, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses während der Zeremonie abgerechnet, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen.
    • Findet keine Medaillenzeremonie statt, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis veröffentlicht wird, das eine falsche Mitteilung des Ergebnisses berichtigt).
  18. Rugby Union und Rugby League

    • Wetten auf „Turnierpunkte“ und „Turnier-Trys“ gelten für die gesamte Spielzeit inklusive einer möglichen Verlängerung in jedem Spiel, dessen Ergebnis offiziell bestätigt ist.
    • Bei Wetten auf den „Zeitpunkt des ersten Trys“ gilt für den Fall, dass der „erste Try“ erst in Spielhälfte zwei erzielt wird, dass Spielhälfte eins ungeachtet der Nachspielzeit 40 Minuten dauerte. Sollte überhaupt kein „Try“ erzielt werden, oder erst in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte oder in der Verlängerung, wird das für diesen Wettmarkt relevante Ergebnis auf 80 Minuten festgesetzt.
    • Im Hinblick auf alle Wetten, die das Erzielen von „Trys“ zum Inhalt haben, sind „Penalty Trys“ als rechtmäßiger „Try“ zu zählen. Einzige Ausnahme ist der Wettmarkt „erster Try-Scorer“.
  19. Snooker und Pool Billard

    • Für den Fall, dass ein Spiel begonnen, aber nicht regulär beendet wird, gilt der Spieler, der in die nächste Runde einzieht, als Sieger (handelt es sich dabei um das Turnierfinale, gilt er folgerichtig als Turniersieger).
    • Wird ein Spiel aus welchen Gründen auch immer nicht beendet, sind alle Wetten auf „genaues Ergebnis“ oder „nächster Frame“ ungültig.
    • Wird ein Spiel aus welchen Gründen auch immer nicht beendet, sind Wetten auf den Handicap-Markt ungültig, es sei denn, sie sind schon vor Abbruch des Spiels entschieden.
  20. Fußball

    • Spezifische Regeln hinsichtlich des Videoassistenten finden Sie im Abschnitt 1.3 unserer allgemeinen Regeln.
    • Sofern Betfair einen Markt nicht bei Eintritt eines wichtigen Ereignisses (wie in Teil B der obigen Regeln und Bestimmungen definiert) aussetzt, behält sich Betfair das Recht vor, Wetten, die nach Eintritt des Ereignisses abgeschlossen wurden, für nichtig zu erklären. Diese Wetten können sowohl während des Ereignisses als auch im Nachhinein, nach Abschluss eines Spiels, für nichtig erklärt werden.
    • Wenn ein wichtiges Ereignis (wie in Teil B der obigen Regeln und Bestimmungen definiert) aufgrund einer Entscheidung annulliert wird, die mithilfe des Videoassistenten getroffen wurde, erklärt Betfair alle Wetten für nichtig, die während des wichtigen Ereignissen und der Annullierung angenommen wurden. Diese Wetten können sowohl während des Ereignisses als auch im Nachhinein, nach Abschluss eines Spiels, für nichtig erklärt werden.
    • Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Wenn ein wichtiges Ereignis (wie in Teil B der obigen Regeln und Bestimmungen definiert) aufgrund einer Entscheidung zustande kommt, die mithilfe des Videoassistenten getroffen wurde, dann wird dieses Ereignis dem Zeitpunkt zugeordnet, zu dem der Schiedsrichter den Videobeweis hinzugezogen hat, um das (später zugesprochene) wichtige Ereignis zu prüfen. In solchen Fällen sind Wetten, die vor Einsatz des Videoassistenten angenommen wurden, weiterhin gültig.
    • Wenn ein Spiel verschoben wird, werden alle unbestimmten Wetten ungültig, solange das Spiel nicht vor 23:59 Uhr Ortszeit beginnt (oder wenn Betfair glaubt, dass ein Spiel bis zu diesem Zeitpunkt nicht begonnen hat).
    • Spiele, die vor dem geplanten Anstoßdatum geändert werden, werden nicht als Verschiebungen betrachtet und alle Wetten bleiben gültig, solange das neu angesetzte Datum innerhalb von 72 Stunden nach der ursprünglichen Anstoßzeit liegt.
    • Wenn ein Spiel beginnt, aber später abgebrochen wird, werden alle unbestimmten Wetten ungültig, solange das Spiel nicht vor Mitternacht Ortszeit am geplanten Datum beendet wird.
    • Für große Turniere (z.B. die Weltmeisterschaft) gilt: Wenn ein Spiel auf einen Zeitpunkt nach Mitternacht Ortszeit verschoben wird, behalten alle Wetten ihre Gültigkeit und werden nach Ende des Spiels abgerechnet, vorausgesetzt, dass das Spiel innerhalb von 72 Stunden zu Ende gespielt ist.
    • Wenn der Austragungsort eines Spiels anders als auf unserer Webseite angegeben ist, bleibt die Wette gültig, sofern das Spiel nicht auf das Gelände des Gegners verlegt wurde. In diesem Fall wird das Spiel für ungültig erklärt. Ungeachtet dieser Regel werden bei großen internationalen Turnieren (z. B. Weltmeisterschaft, Europameisterschaft) alle Spielstätten als neutral eingestuft. Wenn der geplante Austragungsort eines Spiels geändert wird, bleiben alle Wetten gültig, auch wenn der neue Austragungsort in einem anderen Land liegt.
    • EM 2020: Wenn ein Spiel gemäß den offiziellen UEFA-Regeln verschoben wird (z. B. aus COVID-Gründen), behalten alle Wetten ihre Gültigkeit. Wenn eine Mannschaft zum Gewinner erklärt wird, ohne beim Spiel anzutreten, sind alle Wetten ungültig.
    • Für Freundschaftsspiele gilt: Alle Wetten beziehen sich auf die gesamte Spielzeit plus etwaige Nachspielzeit. Es gilt die offizielle Zeitnahme. Wenn ein Freundschaftsspiel begonnen, aber später abgebrochen, verlegt oder nicht (über die gesamte Spielzeit plus etwaige Nachspielzeit, nach offizieller Zeitnahme) innerhalb von drei Tagen nach dem offiziellen Spieltermin zu Ende gespielt wird, werden alle Wetten für nichtig erklärt, außer denjenigen auf Märkten, die unabhängig davon abgerechnet wurden. Sollte Uneinigkeit über das offizielle Ergebnis herrschen, wird das Ergebnis von Betfair (in vernünftigem Rahmen) durch Informationen aus unabhängigen Quellen ermittelt.
    • Sollten für ein offizielles Spiel andere Mannschaftdetails publiziert werden als der Betfair Website zu entnehmen sind (wie Teamname, B-Mannschaft, Altersgruppe, Geschlecht usw.), werden alle auf den betroffenen Märkten abgeschlossenen Wetten für nichtig erklärt. In allen anderen Fällen behalten Wetten Ihre Gültigkeit (einschließlich solcher Fälle, in denen der Mannschaftsname ohne genauere Bezeichnung der „XI“ angegeben wurde).
    • Wenn ein Team disqualifiziert, ausgeschlossen oder auf andere Weise aus der Liga entfernt wird, gilt Folgendes:
      • Geschieht dies vor Beginn des Spielbetriebs der betroffenen Saison und Liga, so werden alle Wetten auf allen betroffenen Märkten für nichtig erklärt (sofern diese nicht bereits unabhängig abgerechnet wurden);
      • Geschieht dies nach Beginn des Spielbetriebs der betroffenen Saison und Liga, so wird das betroffene Team behandelt, als steige es ab, und alle dieses Team betreffenden Wetten werden in allen Märkten entsprechend abgerechnet (dies gilt natürlich, sofern das Team nicht vor Ablauf der Saison wiedereingesetzt wird.

      Der Spielbetrieb der betroffenen Saison gilt dann als begonnen, wenn das erste Spiel der Liga gespielt wurde. Für den Zweck dieser Regel gelten Märkte, die sich auf individuelle Spiele beziehen nicht als „betroffene Märkte“.

    • Bei Wetten auf die „Trikotnummer“ zählen die Zahlen, die bei Spielanpfiff auf den Trikots auszumachen sind. „Trikotnummer“-Wetten schließen auch Eigentorschützen mit ein. Spielern, die keine Nummer auf ihrem Trikot haben, wird die Nummer 12 zugewiesen.
    • Bei Wetten auf „Zeit bis zum ersten Tor“ (also der Wettmarkt „Erstes Tor“) gilt der Grundsatz, dass die erste Hälfte eines Spiels ungeachtet der Nachspielzeit immer 45 Minuten ausmacht. Beachten Sie bitte, dass bei diesen Märkten die Auswahl „0 – 10 Minuten“ die ersten zehn Minuten der Paarung abdeckt. Mit anderen Worten läuft die Spielzeit von 00:00 bis 10:00. Entsprechend umfasst die Auswahl „10 – 20 Minuten“ die Spielzeit von 10:00 bis 20:00. Entsprechendes gilt für alle anderen Zeitauswahlen auf diesem Markt.
    • Wetten auf den Märkten „erster und letzter Torschütze“ sind immer für alle Spieler ungültig, die im betreffenden Spiel nicht zum Einsatz kommen (z. B. wird ein Spieler eingesetzt, nachdem das erste Tor der Begegnung gefallen ist, wird dieser in Bezug auf den Wettmarkt „erster Torschütze“ nicht berücksichtigt). Dabei zählen Eigentore weder für den Markt „erster Torschütze“ noch für die Wette „letzter Torschütze“.
    • In Wettmärkten, die sich um die genaue Anzahl bestimmter Ereignisse im Spiel drehen, wie zum Beispiel „Anzahl der Ecken“, liegt dem relevanten Ergebnis immer die Anzahl der ausgeführten Ecken, Freistöße usw. zugrunde, nicht die der vom Schiedsrichter gegebenen.
    • Wettmärkte, die sich auf die Anzahl der Verwarnungen, die Anzahl der Ecken, jegliche Torschützen oder den Zeitpunkt eines bestimmtes Tores beziehen, werden von Betfair (in vernünftigem Rahmen) entsprechend der Information unabhängiger Quellen abgerechnet. In diesen Falle gilt: Sollten innerhalb von 72 Stunden neue Informationen öffentlich gemacht werden, wird Betfair (in vernünftigem Rahmen) entscheiden, ob (1) der Wettmarkt angesichts der neuen Informationen wieder aufgenommen oder neu abgerechnet werden sollte, oder ob (2) Betfair weitere Informationen abwartet, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Außer wenn angekündigt wurde, dass Betfair auf weitere Informationen warten wird, werden Informationen, die mehr als 72 Stunden nach der eigentlichen Abrechnung des betroffenen Wettmarktes öffentlich vermeldet werden, nicht berücksichtigt, selbst wenn diese zu einem anderen Ergebnis als ursprünglich für die Abrechnung angenommen führen würden.
  21. Schwimmen

    • Wenn eine Medaillenzeremonie stattfindet, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses während der Zeremonie abgerechnet, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen.
    • Findet keine Medaillenzeremonie statt, wird der Wettmarkt entsprechend des offiziellen Ergebnisses abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis veröffentlicht wird, das eine falsche Mitteilung des Ergebnisses berichtigt).
  22. Tennis

    • Geben ein Spieler oder eine Doppel-Paarung auf oder werden vor dem regulären Ende irgendeines Spiels disqualifiziert, gelten der Spieler oder die Paarung als Sieger (oder im Fall eines Finales als Turniersieger), die in die nächste Runde einziehen. Ist jedoch zum Zeitpunkt der Aufgabe oder der Disqualifikation der erste Satz noch nicht beendet, sind alle betroffenen Wetten ungültig.
    • Alle Wetten bezüglich der Anzahl von festgesetzten Ereignissen innerhalb eines Turniers sind dann ungültig, wenn das Turnier in der Rundenanzahl verkürzt, verschoben oder gänzlich abgebrochen wird.
    • Eine Ausnahme bilden alle die Wettmärkte, die bis zur Verkürzung, zeitlichen Verlegung oder bis zum Abbruch der Veranstaltung entschieden sind.
    • Alle Wetten behalten ihre Gültigkeit, falls der Austragungsort geändert wird. Dies schließt das Spiel auf einem anderen Belag als dem ursprünglich geplanten mit ein. Wird ein Spiel in seiner vorher angesetzten Anzahl von Gewinnspielen und/oder Gewinnsätzen verkürzt oder verlängert, sind alle Wetten mit Ausnahme der Märkte, die schon vorher entschieden sind, ungültig. Beachten Sie bitte, dass dies nicht für die Märkte „Wettquoten“ und „Gewinner Satz XX“ bei Davis Cup-Spielen oder „Dead Rubber“-Spielen zutrifft, die nach dem Laden von 5 auf 3 Sätze verkürzt wurden, sofern das betreffende Spiel gemäß der Wettbewerbsregeln gekürzt wurde.
    • Bei Wetten auf einzelne Spiele und/oder Sätze in einer Begegnung macht die Aufgabe eines Spielers oder seine Disqualifikation während eines Spiels und/oder eines Satzes alle Wetten auf diese Begegnung ungültig. Eine Ausnahme bilden alle die Wettmärkte, die bis dahin entschieden sind.
  23. Wintersport (Olympische Winterspiele eingeschlossen)

    • Alle Wetten, die entsprechend der Startzeiten auf den offiziellen Webseiten zu spät platziert wurden, sind ungültig.
    • Wenn eine Medaillenzeremonie stattfindet, wird der Markt entsprechend dem offiziellen Ergebnis während der Zeremonie abgerechnet, ungeachtet etwaiger späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen.
    • Findet keine Medaillenzeremonie statt, wird der Markt entsprechend dem offiziellen Ergebnis abgerechnet, ungeachtet späterer Disqualifikationen oder Ergebniskorrekturen (außer wenn innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis veröffentlicht wird, das eine falsche Mitteilung des Ergebnisses berichtigt).
    • Siegermärkte beziehen sich auf das Gesamtereignis und nicht auf einzelne Qualifikationen oder Durchgänge.
    • Die Märkte „Direkter Vergleich“ werden entsprechend dem offiziellen Ergebnis abgerechnet. Wenn einer der Athleten oder beide Athleten nicht das Finale schaffen, gilt der Athlet als Sieger, der die meisten Runden absolviert hat. Wenn es immer noch zu keiner Entscheidung gekommen ist, wird der Sieger anhand der Zeit bestimmt, die in der Runde, in der beide Athleten ausgeschieden sind, erreicht wurde. Alle Wetten sind ungültig, wenn ein Athlet in einer Vergleichs-/Gruppenwette nicht teilnehmen kann.
    • Wenn eine Veranstaltung abgebrochen, verschoben oder abgesagt wird, sind alle Wetten ungültig, wenn ein Wettbewerb nicht innerhalb von 48 Stunden nach der offiziellen Ansetzung am selben Austragungsort beendet wird.

V 02/24 – 25/05/24