Die Betfair Wettbörsen-Regeln und -Bestimmungen („Wettbörsen-Regeln“) sind Teil der Teilnahmebedingungen von Betfair.
Sie gelten für alle auf den Wettbörsenmärkten von Betfair abgeschlossenen Wetten. Die Wettbörsen-Regeln beziehen sich zudem auf das Kombiwetten-Produkt der Wettbörse (siehe Abschnitt „Kombiwetten“ unten), aber nicht auf die australischen Märkte Kombiwetten, Tote Extra und Tote & Exotics. Die Wettbörsen-Regeln gelten nicht für angebotene Märkte oder platzierte Wetten bei Betfair Sportsbook oder dem „Festquoten“-Produkt von Betfair. Die Wettbörsen-Regeln bestehen aus folgenden Teilen:
Die Wettregeln gelten für alle Wetten, es sei denn, in den Marktinformationen oder den spezifischen Sportregeln ist etwas anderes angegeben. Sollte sich ein Widerspruch zwischen den Wettregeln und den spezifischen Sportregeln ergeben, gelten die spezifischen Sportregeln. Bei Widersprüchen zwischen den Marktinformationen, den spezifischen Sportregeln oder den Wettregeln, gilt die Wettmarkt-Info (Regeln für den Betfair Wettmarkt). Dies gilt nicht, wenn in den spezifischen Sportregeln oder den Wettregeln ein Hinweis darauf vermerkt ist, dass diese „unabhängig von dem, was die Wettmarkt-Info sagt“, gelten (oder sinngemäße Formulierung).
Für jede Kategorie, die nicht gesondert in den Spezifischen Sportregeln aufgeführt wird (z. B. Sonderwetten oder Beachvolleyball), gelten die Wettregeln und die Marktinformationen.
Bitte beachten Sie, dass jeweils separate Wettregeln für unsere Wettbörse und Sportsbook bestehen. Die Regeln, die festlegen, wie Märkte angeboten, verwaltet und/oder abgerechnet werden, sind bei den jeweiligen Produkten nicht für jeden Wettmarkt dieselben. Unter bestimmten Umständen kann eine Wette, die bei einem Produkt als gewonnen abgerechnet wurde, beim anderen Produkt als verloren abgerechnet werden (und umgekehrt). Zusätzlich gilt, dass unterschiedliche Abrechnungsregeln zutreffen, z. B. dass Wetten bei einem Produkt vielleicht als Gewinner, bei einem anderen Produkt aber als „Totes Rennen“ abgerechnet oder für ungültig erklärt werden. Kunden müssen sicherstellen, dass sie sich mit den Wettregeln vertraut machen, die für Wetten gelten, die sie auf Produkte von Betfair platzieren.
Die Wettbörsen-Regeln gelten sowohl für Kunden, die auf der Wettbörse gegeneinander wetten als auch für Kunden, die direkt gegen Betfair auf der Wettbörse wetten. Für den letzteren Fall bezieht sich jeder Hinweis in den Wettbörsen-Regeln über „Wetten auf der Wettbörse“ auf von Kunden gegen Betfair auf der Wettbörse platzierte Wetten; jeder Bezug auf „angenommene Wetten“ bedeutet von Kunden platzierte Wetten, die von Betfair akzeptiert wurden, und alle Hinweise auf „nicht angenommene Wetten“ oder „nicht angenommene Angebote oder Wetten auf der Börse“ beziehen sich auf Wettgesuche von Kunden, die von Betfair nicht akzeptiert wurden. Ob Kunden gegeneinander oder gegen Betfair wetten, hängt davon ab, welche speziellen Bedingungen für die Wetttransaktionen gelten, was sich unter anderem nach dem Land richtet, in dem der Kunde registriert ist, bzw. danach, wo er seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Regeln für australische Kombiwetten, das australische „Tote Extra“-Produkt und das australische „Tote & Exotics“-Produkt können Sie über diesen Link einsehen.
Die Marktinformationen liefern auf einen Blick Hinweise zu den geltenden Regeln des jeweiligen Marktes und der Art, wie dieser von Betfair verwaltet wird. Die Marktinformationen können Informationen über die Abrechnung eines Marktes beinhalten. Sie sind jedoch immer im Zusammenhang mit den allgemeinen Wettregeln und den spezifischen Sportregeln zu lesen, und es findet sich üblicherweise ein Link zu den Wettregeln in der Marktinformation.
Unabhängig von den Informationen zur Abrechnung von Wettmärkten, die durch die Wettmarkt-Info gegeben werden, behält sich Betfair das Recht vor, jeden Wettmarkt jederzeit nach eigenem Ermessen auszusetzen, sei es zu administrativen Zwecken oder zum Schutz der Betfair Kunden.
Nachdem ein Wettmarkt geladen wurde, wird Betfair die Wettregeln ausschließlich zur Behebung von offensichtlichen Fehlern und/oder zur Ergänzung klärender Erläuterungen ändern.
Betfair Kunden haben sich mit allen geltenden Wettbörsen-Regeln für alle Märkte, in denen sie wetten möchten, vertraut zu machen. Dabei sollten sie sich nicht allein auf die Marktinformationen als allein gültiges Regelwerk zum jeweiligen Markt verlassen, da diese wahrscheinlich nicht alle für diesen Wettmarkt geltenden Regeln enthalten.
Wettmärkte im Bereich „Spezialwetten“ sind naturgemäß unvorhersehbar und sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Die Beobachtung und Verantwortung für ihre Marktpositionen obliegt in diesen Märkten jederzeit und ausschließlich den Kunden. Kunden sollten den Marktinformationen im Bereich der „Spezialwetten“ ganz besondere Aufmerksamkeit schenken, um sicherzustellen, dass sie verstanden haben, nach welchen Gesichtspunkten der Markt verwaltet und abgerechnet wird.
Jegliche Dispute der Kunden im Zusammenhang mit Wetten oder Marktabrechnungen werden in Übereinstimmung mit der Betfair Richtlinie zur Beilegung von Streitigkeiten beigelegt, siehe hier. Im Anschluss an eine Entscheidung des IBAS (oder einer vergleichbaren Körperschaft) behält sich Betfair das Recht vor, nach eigenem Ermessen eine der folgenden Maßnahmen zu ergreifen: (a) Umkehrung der Abrechnung aller auf dem betroffenen Markt abgeschlossenen Wetten, einschließlich der einhergehenden Anpassung der Kundenkonten, wo dies nötig ist; oder (b) die Auszahlung der „Netto-Position“ („net position“) an jeden Kunden, der eine Wette auf einem betroffenen Markt abgeschlossen hat, wenn dieser durch eine Abrechnung nach IBAS-Urteil in einer vorteilhafteren Position gewesen wäre (z. B. wenn der Kunde mehr Geld gewonnen hätte, wäre der Markt so abgerechnet worden, so erhält er die Differenz zwischen seinem ursprünglichen Gewinn und dem angepassten Gewinn laut IBAS-Urteil ausbezahlt).
Mit der Funktion „Best Price Execution“ erhalten Kunden auf der Wettbörse die besten verfügbaren Quoten.
Wenn nach Platzieren Deiner Wette bessere Quoten verfügbar werden und die Funktion „Best Price Execution“ aktiviert ist, wird Deine Wette automatisch zu den besseren Quoten angenommen.
Ist die Funktion „Best Price Execution“ jedoch nicht aktiviert, wird Deine Wette nicht angenommen, wenn nach dem Platzieren bessere Quoten verfügbar werden. Stattdessen wird Deine Wette ungültig und Du musst sie erneut platzieren, um von den besseren Quoten zu profitieren.
Die Funktion „Best Price Execution“ wird standardmäßig bei jedem Kunden aktiviert und gehört zu den empfohlenen Einstellungen von Betfair. Durch Nutzung der Wettbörse stimmst Du zu, dass die Funktion „Best Price Execution“ standardmäßig aktiviert wird. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Vereinigten Königreich hast und die Funktion „Best Price Execution“ deaktivieren möchtest, gibt es eine Option, mit der Du sie jederzeit ausschalten kannst.
Mehr zur Funktion „Best Price Execution“ und wie Du sie deaktivieren kannst erfährst Du unter hier.
Mit der Funktion „MatchMe“ werden Deine Wetten leichter auf der Wettbörse angenommen.
Wenn MatchMe aktiviert ist, werden deine Wetten in einem zuvor festgelegten Bereich von Quoten angenommen, wenn sich die Quoten verschlechtern, wodurch du eine erfolgreichere Annahmerate auf der Wettbörse erreichst.
Die Funktion „MatchMe“ ist standardmäßig für alle Kunden deaktiviert. Du kannst die Funktion jedoch für einzelne Wetten auf dem Wettschein ein- und ausschalten, oder unter „Einstellungen“ in den Quotenoptionen.
Wenn MatchMe bei Deiner Wette nicht helfen kann, wird diese zur ursprünglich gewünschten Quote als offene Wette platziert.
Mehr zur Funktion „MatchMe“ und wie Du sie aktivieren kannst erfährst Du unter hier.
Auf vielen Märkten von Betfair werden Back-Wetten bei der gleichen Auswahl ausschließlich Lay-Wetten gegenübergestellt. Hinzu kommt, dass diese Märkte von einem Prozess namens „auswahlübergreifender Wettannahme“ (Cross-Selection Matching) und „marktübergreifender Wettannahme“ (Cross-Market Matching) profitieren, wenn es um die Annahme von Wetten geht (wird unter dem Sammelbegriff „marktübergreifende Wettannahme“, engl. „Cross-Matching“ zusammengefasst):
Mit Ausnahme der zum „Betfair Starting Price“ platzierten Wetten können Wetten an der Wettbörse nur zu Quoten angenommen werden, die einem gültigen Quotenschnitt auf der Quoteneinteilung von Betfair entsprechen. Dies ist sowohl bei der einfachen Gegenüberstellung einer Back-Wette und einer Lay-Wette der Fall, als auch bei Wetten, die im Rahmen der marktübergreifenden Wettannahme angenommen werden. Wenn die Wette im Rahmen der marktübergreifenden Wettannahme angenommen wurde, wird der Prozess die Wette des Kunden zu der bestmöglichen Quote annehmen, die einem gültigen Quotenschnitt auf der Quoteneinteilung von Betfair entspricht.
Unter bestimmten Umständen generiert Betfair bei marktübergreifend angenommenen Wetten eine geringe Menge an zusätzlichem Umsatz. Das liegt daran, dass beim marktübergreifenden Prozess nur Quoten angenommen werden können, die einem gültigen Quotenschnitt auf der Quoteneinteilung von Betfair entsprechen.
Wetten können nur im Rahmen des marktübergreifenden Prozesses angenommen werden, wenn dies beim Vergleich der jeweiligen Wette mit einer Gegenwette in der gleichen Auswahl zu einer besseren Quote für den Kunden führen würde.
Wenn mehr als eine offene Wette mit der gleichen Quote für die Annahme der eingehenden Wettanfrage eines Kunden verwendet werden könnte, werden die Wetten immer in der Reihenfolge angenommen, in der sie eingegangen sind (frei nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“) – und zwar ungeachtet davon, ob eine Wette im Rahmen der marktübergreifenden Wettannahme angenommen wurde oder nicht.
Keine Aussetzung bei wichtigen Ereignissen und Annullierungen von wichtigen Ereignissen aufgrund des Videoassistenten
Einige Märkte haben abweichende Regeln. Diese sind in den spezifischen Sportregeln und/oder in den Marktinformationen aufgeführt. Sollte eine Änderung des Austragungsortes nicht in den spezifischen Sportregeln und/oder den Marktinformationen geregelt sein, dann gilt Folgendes:
Durch Auswahl der SP-Schaltfläche in der Marktansicht haben Kunden Zugriff auf zwei Möglichkeiten, eine SP-Wette zu platzieren. Die Optionen:
Der Spielbetrieb der betroffenen Saison gilt dann als begonnen, wenn das erste Spiel der Liga gespielt wurde. Für den Zweck dieser Regel gelten Märkte, die sich auf individuelle Spiele beziehen nicht als „betroffene Märkte“.
V 02/24 – 25/05/24